Erinnern Sie sich noch an Erhan Albayrak? Der Ex-Profi war zuletzt im Westen für den KFC Uerdingen tätig.

Oberliga

Albayrak-Schützling schlägt sich selbst blutig

Krystian Wozniak
19. Oktober 2016, 16:25 Uhr

Erinnern Sie sich noch an Erhan Albayrak? Der Ex-Profi war zuletzt im Westen für den KFC Uerdingen tätig.

Der 39-Jährige war vom 28. März 2014 bis zum 14. April 2014 für ganze drei Regionalliga-Spiele Trainer beim KFC. Albayrak wurde vom damaligen Uerdinger Präsidenten Lakis geholt, um der Mannschaft im Abstiegskampf die nötigen Impulse zu geben. Doch der Trainer-Neuling, der mit Murat Salar einen Assistenten mitbrachte, der später Chefcoach beim KFC wurde, überwarf sich binnen weniger Tage mit der Mannschaft und musste nach nicht einmal drei Wochen wieder gehen.

Mittlerweile ist der A-Lizenzinhaber erfolgreicher Trainer des Hamburger Oberligisten FC Türkiye. Zuletzt feierte die Mannschaft des ehemaligen Bielefelders sechs Siege in Folge und rangiert aktuell auf Platz zwei hinter Concordia Hamburg - den großen Aufstiegsfavoriten.

Die letzten drei Punkte wird auch Albayrak nicht so schnell wieder vergessen. Denn den 3:1-Sieg beim VfL Pinneberg musste der FC Türkiye teuer bezahlen. Leistungsträger Sehrat Yapici schlug sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst blutig. Zuvor überwarf er sich mit den eigenen Mannschaftskollegen. Das alles passierte mit dem Halbzeitpfiff.

Yapici regte sich auf, weil er nach einem vermeintlichen Foul keinen Freistoß zugesprochen bekam. Seine Mitspieler wollten ihn beruhigen. "Doch Serhat war auf 180. Er hat sich mit einigen Jungs gezofft. Das war aber alles noch im Rahmen. Warum der Schiedsrichter dazwischen geht und ihm binnen weniger Sekunden zwei Gelbe Karten und damit eine Ampelkarte gibt, weiß ich nicht. Da sollte sich der Schiedsrichter nicht einmischen", erklärt Albayrak gegenüber RevierSport.

Der Frust wurde bei Yapici nach dem Platzverweis noch größer. Auf dem langen Weg - circa 300 Meter - in die Kabine schlug der gebürtige Türke mit der Faust in eine Scheibe und musste mit 14 Stichen genäht werden. Die Verletzungen waren so schwer, dass der Rettungswagen kommen musste. "Da hat der Junge übertrieben. Alles war voller Blut, unsere ganze Kabine. Das war lebensbedrohlich. Er musste einige Tage im Krankenhaus verweilen, trainiert aber wieder mit und ist ein Thema für das Sonntagsspiel", sagt Albayrak und fügt hinzu: "Wir werden für die kaputte Scheibe natürlich die Haftung übernehmen." Zudem erhält Yapici eine Geldstrafe vom Verein. Albayrak: "Danach ist das Thema auch gegessen."

Autor: Krystian Wozniak

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