Der TSV Meerbusch steckt in einer tiefen Krise. In Schonnebeck flog man mit 0:4 aus dem Niederrhein-Pokal, in der Oberliga holte man seit August keinen Punkt mehr.

Krise beim TSV Meerbusch

Seit sechs Spielen ohne Punkt

Simon Gerich
12. Oktober 2016, 13:11 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Der TSV Meerbusch steckt in einer tiefen Krise. In Schonnebeck flog man mit 0:4 aus dem Niederrhein-Pokal, in der Oberliga holte man seit August keinen Punkt mehr.

Die Rote Laterne, sie ist seit dem 9. Spieltag bittere Realität in Meerbusch. Der letzte Punktgewinn stammt vom 21. August, als man sich 1:1 von den Sportfreunden Baumberg trennte. Seitdem verlor die Mannschaft von Trainer Robert Palikuca sechs Ligaspiele in Folge und erwartet am 11. Spieltag den Tabellenzweiten aus Schonnebeck, gegen den man im Achtelfinale des Niederrheinpokals mit 0:4 ausschied.

Einen Grund für die derzeitige Negativserie sieht der Sportliche Leiter Horst Riege in der Verletztensituation der Mannschaft: "Wir haben viele Spieler, die fehlen. Simon Pascheit, Daniel Klinger, Dominik Dohmen, Johannes Walbaum, Semir Purisevic. Und jetzt fällt wahrscheinlich auch noch Christoph Caspari aus, dazu ist Lukas van den Bergh noch gesperrt." Da die Verletztenmisere sich noch einige Zeit hinzieht, kann Riege die Winterpause schon jetzt kaum erwarten. "Wir dürfen bis zur Winterpause den Anschluss in der Tabelle nicht verlieren und können dann schauen, dass sich die Personalsituation wieder etwas verbessert."

Doch bis dahin sind es noch zehn Ligaspiele. Das nächste davon gegen die Tönnies-Elf aus Schonnebeck, die ungeschlagen auf Tabellenplatz zwei steht. Beim ersten Kräftemessen gegen die "Schwalben" am letzten Sonntag im Pokal konnte der TSV bis zum Gegentor gut mithalten. "Wir haben uns bis zum 0:1 eigentlich neutralisiert, verpassen es aber dann mal in Führung zu gehen. Nach dem Gegentor brechen wir, wie so oft in dieser Saison, ein."

Die Stimmung in der Mannschaft ist nach dieser Negativserie erwartbar schlecht. "Sportlich ist es ganz normal, dass eine gedrückte Stimmung herrscht. Allerdings gibt es von Vereins- und Sponsorenseite keinen Druck auf die Mannschaft", klärt Riege. Der sportliche Leiter kann es dennoch kaum erwarten, dass die Negativserie reißt: "Wir müssen nur daran glauben, dass der Bock endlich umgestoßen wird. Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann halte ich das für möglich."

Autor: Simon Gerich

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren