Mit 5:1 (3:0) gegen den SV Burgaltendorf ist Rot-Weiß Oberhausen souverän ins Viertelfinale des Niederrheinpokals eingezogen und hat die Pokalsensation aus Burgaltendorf ausgeschaltet.

Niederrheinpokal

RWO stoppt Pokalschreck aus Essen

Marlon Irlbacher
11. Oktober 2016, 22:02 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Mit 5:1 (3:0) gegen den SV Burgaltendorf ist Rot-Weiß Oberhausen souverän ins Viertelfinale des Niederrheinpokals eingezogen und hat die Pokalsensation aus Burgaltendorf ausgeschaltet.

Nachdem Bezirksligist Burgaltendorf mit dem TV Jahn Hiesfeld und dem 1.FC Bocholt zwei namhafte Oberligisten ausschaltete, wartete zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des SVA ein Regionalligist in einem Pflichtspiel. Die Partie, welche aus Sicherheitsgründen von der Sportanlage an der Windmühle in Essen-Burgaltendorf ins deutlich komfortablere Stadion Niederrhein in Oberhausen verlegt wurde, zeigte von Beginn an das, was man von ihr erwartete: RWO agierte von der ersten Minute an souverän und überlegen, ließ Ball und Gegner laufen und ging bereits in der achten Spielminute durch Innenverteidiger [person=6743]Kai Nakowitsch[/person] in Führung.

Der Siebtligist versuchte den "Mannschaftsbus" vor dem eigenen Tor zu parken, aber die Kleeblätter wussten vor allem durch den starken Rechtsaußen [person=3786]Dominik Reinert[/person] immer wieder das Defensiv-Bollwerk der Gäste zu durchbrechen. [person=4962]Maik Odenthal[/person] (22.) und der wiedererstarkte Simon Engelmann (28.) erhöhten zum 3:0-Pausenstand. Die Essener kamen durch einen Kopfball von Stürmer Julian Engelmeyer zur einzigen echten Chance in Durchgang eins, den Udegbe-Vertreter [person=33092]Krystian Wozniak[/person] problemlos halten konnte (41.).

Unser ganzes Dorf war da und hatte riesigen Spaß beim Ehrentreffer - das war es wert!
Ulf Ripke, Trainer SV Burgaltendorf

Die zweite Halbzeit begann im Vergleich zur ersten eher schleppend. RWO machte nur das Nötigste und der SVA stand kompakter in der Defensive als in Durchgang eins. Erst in der 64. Spielminute gelang eine Flanke von Reinert mal wieder in den Strafraum und fand Odenthal, der auf 4:0 erhöhte und den Deckel endgültig auf die Partie setzte. [person=10147]Raphael Steinmetz[/person] (70.) erhöhte zwischenzeitlich auf 5:0 und machte einen in der Höhe absolut verdienten Sieg der Kleeblätter perfekt, auch wenn die Gäste durch den eingewechselten [person=33991]Jonas Lippeck[/person] tatsächlich noch zum euphorisch umjubelten 1:5-Ehrentreffer kamen.

RWO-Coach Mike Terranova zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, hätte aber gerne mehr Tore gesehen: "Man kann zufrieden sein mit dem Resultat, sollte es aber auf keinen Fall überbewerten. Wir hätten das ein oder andere Tor mehr machen müssen, dass ist der einzige Vorwurf den ich meiner Mannschaft machen kann, auch wenn viele Abseitsentscheidungen etwas komisch waren. Wir wollten in die nächste Runde, den Ball vernünftig laufen lassen und ohne Verletzungen auskommen. Das ist uns komplett gelungen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Wuppertal."

Sein Gegenüber, SVA-Coach Ulf Ripke, strahlte nach dem Spiel und zeigte sich sehr stolz auf seine Schützlinge: "Ich bin total stolz auf meine Jungs. Wir haben immer wieder gut dagegengehalten und uns die ein oder andere Möglichkeit erarbeitet. Ein bisschen ärgerlich waren die ersten 20 Minuten, in denen wir zu viel Respekt vor dem Gegner und seinem großen Stadion gezeigt haben und schnell mit 0:3 zurücklagen. Dennoch muss man immer daran denken, dass wir drei Ligen tiefer spielen als RWO und dafür war das richtig stark von uns. Unser ganzes Dorf war da und hatte riesigen Spaß beim Ehrentreffer - das war es wert!"

Autor: Marlon Irlbacher

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