Das Achtelfinale im Niederrheinpokal wird an diesem Mittwochabend (19 Uhr) mit einem Kracher am Uhlenkrug abgeschlossen, und der ETB Schwarz-Weiß würde nur zu gern diese Runde mit einem Ausrufezeichen versehen.

Niederrheinpokal

ETB will Wuppertaler Höhenflug stoppen

Ralf Wilhelm
12. Oktober 2016, 04:07 Uhr
Foto: Frank Gröner

Foto: Frank Gröner

Das Achtelfinale im Niederrheinpokal wird an diesem Mittwochabend (19 Uhr) mit einem Kracher am Uhlenkrug abgeschlossen, und der ETB Schwarz-Weiß würde nur zu gern diese Runde mit einem Ausrufezeichen versehen.

Regionalliga-Aufsteiger Wuppertaler SV ist zu Gast beim Team von Damian Apfeld, schwimmt momentan auf einer Erfolgswelle und wird sicherlich mit großem Anhang in Essen aufkreuzen. Noch am Wochenende feierte man den 2:1-Sieg bei Wattenscheid 09 ausgiebig, alles fiebert am Zoo bereits dem Heimschlager kommendes Wochenende gegen Rot-Weiß Oberhausen entgegen, kaum einer spricht von der „lästigen“ Pflichtaufgabe im Pokal. DIE Chance für den ETB? „Ach, ich glaube nicht, dass sie uns auf die leichte Schulter nehmen und bei uns mit einer B-Elf aufkreuzen werden. Das Beispiel Wattenscheid (Pokal-Aus gegen Landesligisten) dürfte allen Warnung genug gewesen sein“, gibt sich der ETB-Coach keinen Illusionen hin.

Zweimal hat Apfeld in letzter Zeit das Team von Stefan Vollmerhausen selbst beobachtet, was er da sah, hat nicht unbedingt zu seiner Nachtruhe beigetragen: „Wuppertal spielt sehr kompakt, hat eine gute Ordnung gegen den Ball und kommt offensiv mit seinen sehr schnellen Außenstürmern nach vorne. Für mich ist es kein Zufall, dass sie so eine gute Rolle in der Regionalliga spielen“, urteilt der Essener über den aktuellen Tabellenfünften.

Das Spiel der Bergischen steht und fällt natürlich mit ihrem Antreiber Gaetano Manno, der WSV-Kapitän erzielte in Wattenscheid per Fallrückzieher einen spektakulären Treffer und erlebt mit seinen 34 Jahren einen weiteren fußballerischen Frühling. Mit drei Siegen in Folge werden die Gäste sicherlich mit breiter Brust am Uhlenkrug auftauchen.
Da ist guter Rat teuer, zumal sich die Schwarz-Weißen in dieser Saison nicht gerade als heimstarke Elf entpuppen, bislang gelang daheim noch kein Dreier. „Ehrlich gesagt, ich habe dafür keine Erklärung, wir spielen zu Hause nicht groß anders als auswärts, vielleicht ist es auch nur Zufall“, so der ETB-Coach. Was er wohl sagen kann: Nach jedem nicht gewonnenen Spiel daheim stieg gleich wieder der Druck, sich die Punkte in der Fremde zurückzuholen, was dem Team auf bewundernswerte Weise aber auch jedes Mal gelang, zuletzt beim verdienten 3:1-Erfolg in Hiesfeld. „Nun ist es nach langer Zeit mal wieder, dass wir in ein Spiel ohne großen Druck gehen können, vielleicht hilft es uns. Natürlich ist der WSV klarer Favorit, aber wie es im Pokal so ist, es ist nur ein Spiel, wir wären nicht die erste und nicht die letzte Mannschaft, der eine Überraschung gelingt“, umreißt Apfeld die Lage.

Die Gastgeber werden sich nicht einigeln, schließlich muss man im Pokal einen Treffer erzielen, wenn man weiterkommen will, aber ins offene Messer wird man den Gästen auch nicht laufen. Personell kann Apfeld nicht aus dem Vollen schöpfen: Neben Abwehrchef Sebastian Michalsky hat sich nun auch Malek Fakhro beim letzten Spiel in Hiesfeld einen Muskelfaserriss zugezogen. Dazu wurde Fabio La Monica die Platte aus der operierten Schulter nun entfernt, er wird dem ETB in den nächsten drei Wochen fehlen.

Doch kein Lamentieren darüber auf der ETB-Trainerbank: „Mit Ausfällen müssen alle klar kommen, wir haben einen breit aufgestellten Kader mit Qualität, nun sind die anderen gefordert“, so Apfeld.

Autor: Ralf Wilhelm

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