Wunden lecken in der Kreisliga C

10.10.2016

SV Borbeck

Wunden lecken in der Kreisliga C

Foto: Hans Blossey

Im Sommer stieg der SV Borbeck in die Kreisliga C ab. Jetzt eilt der Essener Traditionsverein von Sieg zu Sieg und hat den Wiederaufstieg im Visier.

"Wir können uns derzeit wirklich nicht beklagen", sagt SV-Trainer Kevin Betting im Hinblick auf die aktuelle Siegesserie seiner Mannschaft. In acht Spielen konnte der SV Borbeck achtmal als Sieger vom Platz gehen und führt die Tabelle der Kreisliga C souverän an.

Im letzten Spiel konnte das Tabellenschlusslicht RuWa Dellwig II mit 5:1 im heimischen "Prinzenpark" geschlagen werden. Und das obwohl das Team von Kevin Betting lange Zeit nur zu zehnt spielte: "Wir hatten ab der 30. Minute einen Mann weniger. Trotzdem ist meine Mannschaft dominant aufgetreten und hat RuWa keine Chance gelassen."

In den kommenden Wochen hat die Betting-Elf einige schwere Aufgaben vor der Brust. Zunächst müssen die Borbecker nach Frintrop und wollen dort ihre Siegesserie ausbauen. "Wir wollen bei Adler Union unbedingt gewinnen, damit wir ohne Punktverlust in die Topspiele gehen können." Denn dann kommen die Topspiele gegen die bislang ebenfalls ohne Punktverlust gebliebenen SC Türkiyemspor II und Ballfreunde Bergeborbeck II innerhalb von einer Woche. "Ich schätze Türkiyemspor etwas stärker ein", sagt Betting und ergänzt, "sie haben über 50 Tore in sechs Spielen geschossen, Ballfreunde 45. Wir sind mit unseren 33 Toren in acht Spielen die Minimalisten in der Spitzengruppe."

Der Aufstieg ist diese Saison kein Muss
Kevin Betting

Der Aufstieg aus der Kreisliga C dürfte unter diesen drei Mannschaften entschieden werden. Betting sieht dem Aufstiegskampf ohne Druck entgegen: "Klar wünscht sich jeder im Verein, dass wir wieder höherklassiger spielen, aber der Aufstieg ist diese Saison kein Muss."

Baubeginn für Kunstrasenplatz ist noch offen

Wahrscheinlich ist, dass ein möglicher Aufstieg dann auf einer modernisierten Platzanlage gefeiert werden kann. Bekanntlich hat die Stadt Essen längst beschlossen, dass der Platz an der Prinzenstraße in Borbeck zu einem Kunstrasenplatz umgebaut wird. Dazu wird der Lokalrivale von TuS 84/10 seine Anlage an der Germaniastraße aufgeben und nach Borbeck umziehen. Wann der erste Spatenstich erfolgt, ist allerdings noch offen. "Wir hoffen, dass es diese Saison losgeht", sagt Betting.

Autor: Simon Gerich

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