Die großen Pokalzeiten sind vorbei. Einst war die SSVg Velbert Stammgast bei den Endspielen um den Niederrheinpokal, in den letzten Jahren hingegen reichte es oft nicht einmal mehr fürs Viertelfinale.

Niederrheinpokal

Hilden schmeißt Velbert raus

Ulrich Tröster
09. Oktober 2016, 21:05 Uhr
Foto: Funke Fotoservices

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Die großen Pokalzeiten sind vorbei. Einst war die SSVg Velbert Stammgast bei den Endspielen um den Niederrheinpokal, in den letzten Jahren hingegen reichte es oft nicht einmal mehr fürs Viertelfinale.

So auch diesmal: Nach der 1:3 (0:2)-Niederlage beim Ligagefährten VfB Hilden hieß die Endstation Achtelfinale.

„Das ärgert mich sehr“, erklärte Trainer SSVg-Hutwelker. Schließlich sind noch etliche Top-Teams wie RW Essen, MSV Duisburg, Wuppertaler SV und RW Oberhausen im Wettbewerb.

Aber es passte ihm nicht nur deshalb nicht, weil sein Team nun wieder zuschauen muss. „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Aber dazu hat es in Hilden nicht gereicht.

Hutwelker hätte nun das mitunter Übliche erzählen können: Sein Team sei vom Doppelschlag kurz vor der Pause schwer getroffen worden, habe sich aber nach Wiederanpfiff gesteigert, den Anschlusstreffer leider nicht gemacht, was die Gastgeber zum K.o- in der 71. Minute, als Pascal Weber das 3:0 erzielte, nutzten. Aber der SSVg-Trainer räumte klar ein: „Wir haben verdient verloren.“

Gastgeber VfB Hilden, seit einiger Zeit bereits gut in Form, hatte sich in dieser Pokalpartie als die stärkere Mannschaft erwiesen, die Velberter hingegen kommen seit einigen Wochen nicht mehr richtig in Tritt. Vor allem die Harmlosigkeit im Angriff dürfte allen Beteiligten Sorge bereiten.

In der Liga gab es zuletzt zwei Nullnummern und im Pokal in Hilden fiel das einzige Tor erst, als die Partie gelaufen war. „Es ist nicht so, dass wir uns keine aussichtsreichen Situationen erspielen“, sagt Karsten Hutwelker, „aber die Effektivität ist gleich null.“

Er habe nicht gedacht, dass sich der Ausfall des verletzten Mittelstürmers Philipp Schmidt bereits so schmerzhaft bemerkbar mache. Insgesamt hätten in Hilden wieder zu viele Spieler nicht ihre beste Leistung abgerufen.

Und obwohl es diesmal ungewöhnlich viele Gegentore für SSVg-Verhältnisse gab — in elf Pflichtspielen gab es zuvor zwei, jetzt in einer einzigen Partie drei – nahm Hutwelker die Dreierkette in der Abwehr aus. „Wenn alle mit dieser Leistung und Mentalität spielen würden, hätten wir diese Probleme im Moment nicht.“

Dreierkette spielt vorbildlich
Für den angeschlagen Alban Sabah spielte diesmal Alex Fagasinski neben Niklas Andersen und Mo Sealti und er machte seine Sache hervorragend. „Das machen die meisten auch im Training“, betont Hutwelker. „Aber am Wochenende wird es derzeit nicht auf dem Platz umgesetzt.“

Autor: Ulrich Tröster

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