Der Verein Schwarz-Weiß Alstaden hat ein Problem: Im Sportpark Kuhle ist nicht mehr genug Platz, Umkleiden und Duschen seien in schlechtem Zustand.

Oberhausen

Fußballer schimpfen über "saumäßige" Zustände

Gustav Wentz
08. Oktober 2016, 20:34 Uhr
Foto: Tim Müller

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Der Verein Schwarz-Weiß Alstaden hat ein Problem: Im Sportpark Kuhle ist nicht mehr genug Platz, Umkleiden und Duschen seien in schlechtem Zustand.

Schwarz-Weiß Alstaden steckt in Schwierigkeiten. Diesmal sind es keine sportlichen Umstände, die den Kuhle-Kickern Sorgen machen, sondern sie sind sanitärhygienischer und räumlicher Art. Schwarz-Weiß hat im Sportpark Kuhle nicht mehr genug Platz, zudem sind die Umkleiden und Duschen in einem Zustand, den einer als „menschenunwürdig“, ein anderer als „saumäßig“ beschreibt.

Bei der Bürgerversammlung, zu der der SPD-Ortsverein West in die Hauptschule Alstaden eingeladen hatte, fragte SWA-Vorsitzender Hermann Buschmann mal wieder nach, legte auch Zahlen nach, fand auch Zustimmung, dass etwas passieren müsse, stieß aber auf den Sportdezernenten. Frank Motschull war physisch nicht anwesend, spielte in der Diskussion (und in der Schilderung der Zustände) jedoch eine wesentliche Rolle – als Verhinderer.

Zum Platz: Die Schwarz-Weißen haben großen Zulauf und müssten 60 Trainingseinheiten pro Woche vorhalten, bieten aber nur 40. „Teilweise“, so Buschmann, „teilen sich vier Mannschaften den einen Platz.“ Dass Platz nicht vermehrbar ist, weiß auch Buschmann. Insofern freute er sich schon, dass möglicherweise Kleinfelder entstehen könnten, wenn die Frage einiger Tennisplätze von TuS 87/97 Alstaden (die Plätze 1, 2 und 3 werden nicht mehr genutzt) einvernehmlich gelöst werden könnte.

Sportamtsleiter riet zum Lüften

Auch die Zukunft der versteigerten und bald nicht mehr sportlich genutzten „Tennis-Oase“ im Alsterfeld kann eine Rolle spielen, ebenso wie eine etwaige neue Sporthalle in Alstaden. Über den letzten Punkt werde in naher Zukunft intensiv diskutiert werden müssen, fand Sandra Jungmaier, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins.

Indiskutabel indes seien die Zustände der Umkleiden in der Kuhle, fanden SWA-Vertreter und Eltern von bei SWA kickenden Kindern. Schiedsrichter duschen schon lange nicht mehr, Kindern wird es von ihren Eltern verboten. „Auf Schimmel angesprochen, riet der Sportamtsleiter zum Lüften“, empörte sich ein Vater.

Dass die Sportverwaltung das lange bekannte Problem mit Achselzucken und Nichtstun zur Kenntnis nimmt, verstimmte auch Dirk Vöpel MdB, den Vorsitzenden des Ortsvereins. „Wir gehen denen so lange auf den Keks, bis da was kommt“, verriet er Entschlossenheit.

Autor: Gustav Wentz

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