Der Handball-Zweitligist TuSEM Essen hat eine erneut bittere Niederlage kassiert. Gegen den Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV stand es am Ende 23:24.

Essen

Bittere Niederlage für den TuSEM

08. Oktober 2016, 13:05 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Der Handball-Zweitligist TuSEM Essen hat eine erneut bittere Niederlage kassiert. Gegen den Aufsteiger Dessau-Roßlauer HV stand es am Ende 23:24.

Knockout in der letzten Runde für die Handballer vom Tusem Essen. In einem kampfbetonten Zweitliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger Roßlauer HV unterlag die Mannschaft von der Margarethenhöhe knapp und nicht ganz zu Unrecht mit 23:24.[infobox-right]TuSEM: Bliß, Grunz; Beyer (6/3), J. Ellwanger (5), Meurer, Hegemann (4), Keller (4), Roosna, Szczesny(1), Seidel, Mürköster (3).
Dessau: Döhler, Ambrosius; Pavlicek, Donath, Wasielewski (2), Vanco (2), Sohmann (7/5), Sliwka (4), Pfeiffer(5), Schmidt, Hönicke (1), Schade (1), Hanner (2).
Siebenmeter: 3/3 - 5/5.
Zeitstrafen: 4 - 3.
Schiedsrichter: Borchardt/Grude.
Zuschauer: 1692.
„Spielfilm“: 3:0 (4.), 6:3 (9.), 6:6 (13.), 7:8 (16.), 12:11 (24.), 14:14 (30.) - 15:16 (35.), 16:18 (41.), 18:18 (46.), 19:21 (52.), 21:24 (57.), 23:24 (60.).[/infobox]

Kurz bevor der Anpfiff in der Sporthalle „Am Hallo“ ertönte, bildeten beide Teams einen Kreis und heizten sich ordentlich ein. Und mit viel Schwung begann dann auch die Partie, die vor allem die Hausherren zu Beginn dominierte. Wach in der Abwehr, zielstrebig im Angriff – die Essener legten vor. Trainer Stephan Krebietke brachte schon früh einen siebten Feldspieler für seinen Torwart, um noch mehr Druck auf die Gäste auszuüben. Allerdings konnte sich der Tusem in der Folge selbst kaum bremsen und wurde dadurch zu hektisch. Es schlichen sich Ungenauigkeiten ein und das machte dem Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt Mut. Schnell kam der DRHV zum Ausgleich und von da an entwickelte sich eine intensive Begegnung mit harten Zweikämpfen und viel Wucht im Abschluss. Immer wenn die „Wischerkinder“ den Hallenboden vom Schweiß befreiten, nutzen die Akteure die Zeit zum Durchschnaufen. Die spielerische Qualität litt unter der hohen körperlichen Belastung kaum, so traf der Tusem durch Noah Beyer per „Kempa-Trick“. Kaum war der Linksaußen gelandet, rappelte es aber schon wieder im Tor auf der anderen Seite.

Stimmungsvoll ging es auch nach der Pause weiter, die 1692 Zuschauer bekamen ein packendes Handballspiel zu sehen. Diesmal erwischten die Gäste den besseren Start, auch, weil die Essener oft aus guten Positionen an sich selbst oder Torwart Phil Döhler scheiterten. Stephan Krebietke sah sich beim Stand von 16:18 (43.) gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, aber diese zündete nicht wirklich.

In der letzten Viertelstunde wurde teilweise mit harten Bandagen gekämpft und einige strittige Szenen brachten den Tusem zur Verzweiflung. In emotionsgeladenen letzten Minuten hatten die Essener kaum noch etwas entgegenzusetzen, und der Aufsteiger aus Dessau nutzte die Fehler des Tusem eiskalt aus – der Kampf um die Punkte ging an die Gäste.

Eine erneut enttäuschende, weil vermeidbare Niederlage für die Essener. „Die Mannschaft und ich persönlich sind ziemlich enttäuscht. Wir hatten nicht genug Zugriff in der Abwehr und das hat uns hinten raus den Kopf verdreht“, ärgerte sich TuSEM-Linksaußen Noah Bayer. Während die Gäste mit ihren Fans nach der Partie jubeln durften, schüttelten die Gastgeber nur noch mit den Köpfen.

Autor:

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren