Für Tim Albutant ist der MSV Duisburg eine besondere Station.

MSV

Albutat spürt ein anderes Gefühl als im Vorjahr

Thomas Tartemann
07. Oktober 2016, 08:07 Uhr
Foto: firo

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Für Tim Albutant ist der MSV Duisburg eine besondere Station.

Bei den Zebras unternahm der Mittelfeldspieler erstmals fern von seiner behüteten Freiburger Heimat wichtige Schritte im Seniorenbereich. Albutat stieg mit dem MSV aus der 3. in die 2. Liga auf – und stürzte mit den Zebras im vergangenen Mai nach nur einer Saison wieder ab.

„Klar musste man danach erst einmal etwas abschalten. So ein Abstieg prägt einen. Man muss die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Es gibt ja die Weisheit, dass du erst Negativerlebnisse sammeln musst, um gestärkt aus so einer Situation herauszukommen“, sagt Albutat rückblickend und stellt fest: „Für die 2. Liga hat es leider nicht gereicht. Es war richtig schade.“

Den Traum vom Fußball-Unterhaus hat „Albu“ noch nicht zu den Akten gelegt. „Jeder bei uns will zurück nach oben“, sagt der Duisburger Balljäger, „sonst würden wir uns auch nicht so den Arsch aufreißen.“ Die Zwischenbilanz spricht eindeutig für den MSV. 21 Punkte haben die Meidericher in zehn Begegnungen eingesammelt und sich einen Vorsprung von vier Zählern auf die ersten Verfolger erarbeitet. Zuhause hat der MSV noch keinen einzigen Gegentreffer zugelassen. „Für uns ist es ein gutes Gefühl, dass wir im eigenen Stadion gute Ergebnisse erzielen.“ Tim Albutat hätte keine Einwände, wenn die weiße Weste bis zum Saisonende anhält. „Bei unserem letzten Aufstieg waren wir auch ein ganzes Jahr ungeschlagen“, sagt der 24-Jährige, der natürlich auch genau einschätzen kann, dass die Gegner durch jeden Duisburger Serienausbau noch heißer werden: „Jeder Klub hat den Anspruch, der Erste zu sein, der bei uns ein Spiel gewinnt.“

Das Duisburger Erfolgsgeheimnis besteht in der Effektivität. Gegen den SC Paderborn, Werder Bremens Reserve, Rot-Weiß Erfurt und zuletzt Chemnitz reichte jeweils ein Tor zum Duisburger Sieg. Gegen den Talentschuppen des FSV Mainz (4:0) und Holstein Kiel (0:0) ließen die Zebras ebenfalls nichts zu. Nur in Wehen Wiesbaden (0:3) gab es den einzigen Aussetzer der laufenden Serie. „Ob der alte Spruch greift, dass die Offensive Spiele entscheidet, aber die Abwehr Meisterschaften, werden wir am Ende sehen“, schmunzelt Tim Albutat, der im übrigen nichts dagegen hätte, wenn die Resultate demnächst auch mal etwas klarer zugunsten des MSV ausfallen. „Klar wollen wir Spiele auch mal mit zwei, drei Toren gewinnen“, sagt der Defensivstratege.

Nach der üblichen Warmlaufphase hat die Drittliga-Tabelle mittlerweile Aussagekraft. „Viele Teams, die als Favoriten gehandelt wurden, befinden sich im Mittelfeld. Dass Paderborn und Frankfurt etwas schwerer in die Saison kamen, lag an vielen Zu- und Abgängen. Die hatten wir nicht. Unser Rückkehrer Fabian Schnellhardt wusste zum Beispiel, wie hier alles abläuft. Wir kennen uns alle, haben so schon zusammengespielt. Deswegen brauchten wir keine lange Eingewöhnungsphase“, bilanziert Albutat. Dass die Freude an der täglichen Arbeit jetzt größer ist als im Vorjahr, als der MSV tief im Keller klebte, versteht sich von selbst. Albutat: „Es ist ein anderes Gefühl, wenn du Erfolg hast. Es macht automatisch mehr Spaß, wenn man oben steht. Auch in der 2. Liga hatten wir ein gutes Klima und waren heiß auf jeden Gegner, aber es ist halt schwer, wenn man hinterherläuft.“

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler: „Solche Phasen haben aktuell auch Teams aus der 1. und 2. Liga. Da muss man alles durchbrechen.“ Mit einem Lächeln schiebt „Albu“ nach: „Wir marschieren vorne weg.“

Autor: Thomas Tartemann

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