Mittlerweile ist der Humor zurückgekehrt. Benedikt Höwedes, Kapitän des FC Schalke 04, schmunzelte nach dem erlösenden 4:0 (0:0)-Bundesligasieg über Borussia Mönchengladbach.

Nationalelf-Reisen

Schalker mit einem Lächeln unterwegs

Thomas Tartemann
05. Oktober 2016, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Mittlerweile ist der Humor zurückgekehrt. Benedikt Höwedes, Kapitän des FC Schalke 04, schmunzelte nach dem erlösenden 4:0 (0:0)-Bundesligasieg über Borussia Mönchengladbach.

Auf die Frage, wie er denn den Erfolg einstufen würde, meinte der Weltmeister: „Wir haben gewonnen. Diesmal sind andere Darsteller dran.“ Sprach’s und verabschiedete sich zur Nationalmannschaft.

In der Schalker Krise hatte „Bene“ oft Rede und Antwort gestanden. Der Führungsspieler erfüllte seine Aufgabe als Fels in der Brandung. Im Erfolg trat Höwedes beiseite – und machte Platz für seine beifallumrauschten Teamkollegen.

Besonders Breel Embolo genoss den Jubel, den er mit seinen zwei Toren gegen die Mönchengladbacher ausgelöst hatte. „Wenn die Mannschaft funktioniert, funktioniert auch jeder einzelne Spieler. Das hat die Mannschaft auch gegen Salzburg gezeigt. Es geht steil nach oben“, strahlte der neue Angreifer. Der Sonderapplaus von den Rängen ging Breel Embolo runter wie Öl. „Sehr schön“, fand der Schweizer und blickte direkt nach vorne. Embolo weiß, dass ihm mit Schalke nur ein Zwischenschritt gelungen ist, aber noch nicht mehr. „Jetzt müssen wir klettern und jeden Tag weiterarbeiten, wie wir das bisher gemacht haben“, sagt Embolo.

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Im Moment findet die Arbeit für ihn, Benedikt Höwedes und neun Teamkollegen allerdings auf dem internationalen Sektor statt: Schalkes halber Kader ist zu Länderspielen unterwegs. Zumindest bei den Eidgenossen wird Embolo seinen Teamkollegen Yann Sommer nochmal freundschaftlich necken.

Als Gladbacher Torhüter reiste Sommer mit einem Frusterlebnis zur Nationalelf. „Ich kenne Yann schon ein bisschen. Ich bin doppelt so froh, dass ich gegen ihn getroffen habe. In Basel war er der Torwart Nummer 1, als ich gekommen bin. Da konnte ich von ihm viel lernen und profitieren. Für ihn ist es doppelt bitter“, fasst Breel Embolo zusammen.

Dass ausgerechnet nach dem Offensiv-Wirbel gegen Mönchengladbach die Euphorie durch das Länderspiel-Wochenende unterbrochen wird, macht Embolo keine Sorgen. „Das gehört dazu, die anderen Mannschaften haben auch Pause“, sagt er und ergänzt: „Wir müssen professionell sein und voll den Fokus auf den Verein legen, wenn wir zurückkommen.“ Embolo strotzt vor Tatendrang: „Dann müssen wir an das Geleistete anknüpfen.“

Während Embolo, Eric Maxim Choupo-Moting und Leon Goretzka für die königsblauen Knalleffekte sorgten, agierte Abwehrschrank Naldo in der Innenverteidigung ruhig und gelassen. „Die Erleichterung über den ersten Sieg in der Meisterschaft ist bei uns sehr groß. Die Jungs haben es sehr, sehr gut gemacht. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, meinte Naldo. Und ging mit einem Lächeln in die Länderspielpause. Für ihn steht nur Training auf Schalke an.

Autor: Thomas Tartemann

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