Durch einen ungefährdeten 3:0-Erfolg beim VfB Homberg hat sich der KFC Uerdingen an der Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein festgesetzt.

KFC

Tabellenführung ausgebaut, jetzt kommt der MSV

Simon Gerich
02. Oktober 2016, 21:55 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Durch einen ungefährdeten 3:0-Erfolg beim VfB Homberg hat sich der KFC Uerdingen an der Tabellenspitze der Oberliga Niederrhein festgesetzt.

Egal welchen Matchplan sich Stefan Janßen und seine Homberger Mannschaft vor dem Spiel zurecht gelegt hatten, bereits nach drei Minuten konnte er über den Haufen geworden werden, als Patrick Ellguth nach einer Ecke von Timo Achenbach zum frühen 1:0 einköpfte.

Doch der VfB gab sich nicht auf und kämpfte tapfer gegen den Tabellenführer. Bei Uerdinger Ballbesitz liefen die Homberger den Gegner früh an und versuchten bereits den Spielaufbau des KFC zu stören. Und das klappte auch einige Male, vor allem über die eigene rechte Seite, wo der Krefelder Kapitän Achenbach einen eher schwachen Arbeitstag erwischte und in einigen Situationen nicht gut aussah. Doch der Homberger Angriff konnte diese Einladungen nicht annehmen und blieb vorne viel zu harmlos.

Ganz anders der KFC, der mit Danny Rankl und Pascal Schmidt zwei hervorragend aufgelegte Stürmer auf dem Platz hatte. Schmidt war es auch, der sich in der 16. Minute ein Herz fasste und einen Distanzschuss im Homberger Kasten unterbrachte.

Mit dem 2:0 ging es in die Halbzeit, da vor allem der KFC seine vielen Chancen nicht nutzte. Erst in der 81. Minute konnte der starke Ex-Oberhausener Pascale Talarski zum entscheidenden 3:0 für den KFC erhöhen.

Nach dem Spiel zeigte sich KFC-Trainer André Pawlak glücklich mit dem Ergebnis: "Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn wir den Deckel nicht früh genug drauf gemacht haben. Homberg hatte auch zwei oder drei gute Chancen, wenn wir da das 2:1 fangen, kann das nochmal eng werden." Doch seine Mannschaft behielt über die gesamte Spielzeit die Kontrolle über die Partie. "Wir haben konzentriert gespielt und uns vorne viele Chancen erarbeitet. Vielleicht waren wir vorne etwas zu ineffektiv, aber ich habe acht gute Chancen von uns gesehen, wenn man ungefähr die Hälfte davon macht, dann ist das gut", sagte Pawlak.

Für VfB-Trainer Stefan Janßen war die Niederlage kurz nach Abpfiff schon fast abgehakt: "Wenn du nach 20 Minuten 0:2 hinten liegst, kannst du deinen Matchplan vergessen. Großes Kompliment an meinen Kollegen André Pawlak, der eine super Truppe hat, die vor allem bei Standards extrem stark ist. Für mich hat der KFC in der Oberliga nichts zu suchen." Trotz der 0:3-Niederlage gab es für seine Mannschaft noch ein Lob. "Wir haben gekämpft und die Köpfe nie hängen lassen."

Für den KFC, der jetzt mit zwei Punkten vor Schonnebeck und Velbert die Tabelle anführt, wartet am nächsten Sonntag ein anderes Kaliber in der Grotenburg. Dann nämlich kommt der Spitzenreiter der 3. Liga, der MSV Duisburg, nach Uerdingen. Eine Begegnung, der auch Trainer Pawlak schon entgegenfiebert: "Das ist natürlich ein Highlightspiel für uns und unsere Fans und wird eine ganz andere Nummer. Wir haben dann einen Gegner, der nicht nur hinten drin steht. Da können sich für uns im Angriff ganz andere Räume ergeben, aber wir müssen dann natürlich auch mehr verteidigen."

Autor: Simon Gerich

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