Auch wenn das beim Bezirksliga-Tabellenführer SV Herbede wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt kaum jemand hören will - aber mit einer Leistung wie beim 2:0 über den TuS Kaltehardt wird man normalerweise Meister.

BL W 10

SV Herbede baut die Tabellenführung aus

Oliver Schinkewitz
03. Oktober 2016, 07:07 Uhr
Foto: Jürgen Theobald

Foto: Jürgen Theobald

Auch wenn das beim Bezirksliga-Tabellenführer SV Herbede wahrscheinlich zum jetzigen Zeitpunkt kaum jemand hören will - aber mit einer Leistung wie beim 2:0 über den TuS Kaltehardt wird man normalerweise Meister.

Weil die Wittener nämlich aktuell auch Spiele gewinnen, in denen es nicht so richtig rund läuft.

Vermutlich hätte sich Marius Kundrotas in der Schlussphase dieses mittelmäßigen Spiels am lieb-sten selbst eingewechselt. Denn in Führung liegend bot sich dem SV Herbede eine Chance nach der anderen, gegen inzwischen personell dezimierte Gastgeber den Sack zuzumachen. Doch immer wieder fehlte der viel zitierte letzte Pass - „da hat uns einfach die Kaltschnäuzigkeit, die Genauigkeit im Abschluss gefehlt“, so Herbedes Trainer über die ausgelassenen Großchancen. Immerhin: In letzter Minute trafen die Wittener doch noch ein zweites Mal - Einwechselspieler Shkumbin Ajvazi erzielte nach einem Konter sein erstes Tor für den SVH, beseitigte mit dem 2:0 auch die allerletzten Zweifel am Auswärtserfolg, der nun schon eine Fünf-Punkte-Führung beschert.

Die Partie begann äußerst zäh. Der Spitzenreiter, bei dem Julian Zimmer, Gavin Hope, Gianluca Silberbach und Kai Kwiatkowski fehlten, musste sich erst einmal finden, hatte das Geschehen nach einer knappen Viertelstunde aber im Griff. Die erste gute Chance bot sich nach 22 Minuten Alexander Nour, der aus spitzem Winkel jedoch verzog. Ebenso wenig von Erfolg gekrönt war Christian Buths Solo (36.), hinzu kam ein aberkannter Kopfballtreffer von Benjamin Homann (42.), weil der Unparteiische zuvor ein „hohes Bein“ beim Fallrückzieher von Leonard Putz erkannt haben wollte.

So ging es mit einem unbefriedigenden 0:0 in die Kabinen - Herbedes Keeper Kevin Klink musste bis dahin kein einziges Mal ernsthaft eingreifen. Was sich allerdings in der 48. Minute schlagartig änderte: Nach einem Kaltehardt-Konter rettete Klink zunächst famos gegen Pascal Sperlich und Sekunden später noch einmal bei einem Kopfball von Florian Köhler. Möglich, dass die Herbeder genau diesen Weckruf benötigt hatten, denn zwei Minuten später schloss Alexander Nour einen Angriff über die rechte Seite trocken zum 1:0 ab, nachdem ihn Benjamin Homann bedient hatte. In der Folge trafen Elvis Karisik (59.) und Maik Knapp (88.) den Pfosten, zudem flog Kaltehardts zuvor verwarnter Dennis Hendel nach einer Schwalbe mit Gelb-Rot ‘runter. „In der ersten Hälfte haben wir uns wieder schwer getan, nach den Umstellungen mussten wir erst einmal Ordnung ins Spiel bekommen. Insgesamt aber war der Auftritt schon okay“, so Kundrotas.

Autor: Oliver Schinkewitz

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