Thomas Eisfeld hat sich in Bochum längst einen Namen gemacht. Als überdurchschnittlicher Spieler des VfL wird er von den Fans weitgehend geschätzt.

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Eisfeld und Wurtz - „Traum-Duo“ aus der Not geboren

02. Oktober 2016, 12:25 Uhr
Foto: firo

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Thomas Eisfeld hat sich in Bochum längst einen Namen gemacht. Als überdurchschnittlicher Spieler des VfL wird er von den Fans weitgehend geschätzt.

Wenn man bei dem ehemaligen Spieler von Arsenal London überhaupt etwas vermisste, dann seine Torgefährlichkeit. In Aue bewies er nun auf der ungewohnten linken Seite, dass ihm auch die immer mehr zu eigen wird.

Sein Treffer zum 2:2 (14.) von der linken Strafraum-Grenze in den rechten Winkel sollte Ansporn sein, weiter den Torabschluss zu suchen. So wie einst in der Jugend des BVB, als er sich zweimal beim internationalen Jugendturnier als Torschützenkönig feiern ließ. Mehr liegt dem in Dortmund lebenden Mittelfeldspieler die kluge Vorlage: Beim Bochumer 1:0 durch Johannes Wurtz (2.) war er Assistent.

Dabei war sein Einsatz auf der linken Seite aus der Not geboren. Trainer Gertjan Verbeek hatte einen neuen Plan. Nach dem Kreuzbandriss von Kevin Stöger am Donnerstag im Training stellte er Eisfeld auf die linke Seite und Johannes Wurtz auf die Zehn. Eine Maßnahme mit durchschlagendem Erfolg.

An der Seite von Eisfeld machte Wurtz sein bisher bestes Saisonspiel, traf nicht nur zur Führung, sondern bereitete auch den Ausgleich vor und sorgte mit einem Kopfball an den Pfosten (42.) für Gefahr. Nach seinem schon dritten Saisontor zeigte sich Wurtz richtig aufgedreht: „In diesem Spiel war für mich wirklich alles drin. Eine unglaubliche Begegnung, die Spaß gemacht hat. Wir wussten, dass Aue mit unheimlich viel Aggressivität zu Werke geht. Wir haben dagegengehalten und uns dann spielerisch mehr und mehr durchgesetzt.“

Und dann lobte er seinen an diesem Abend kongenialen Partner: „Mit Thomas auf links hat das super funktioniert. Endlich konnten wir als Mannschaft beweisen, dass es auch auswärts geht. Wir haben allen Grund, uns über dieses Spiel zu freuen.“ So sah es auch Eisfeld: „Schon zur Pause hätten wir führen müssen. Nach dem Wechsel hatten wir tolle Chancen. Ich hätte zwingend eine Minute nach Wiederbeginn freistehend treffen müssen, als Johannes mich super freigespielt hat. Es war fast ein Kunststück, den Ball daneben zu setzen.“

Doch allzu lange wollte er sich nicht grämen: „Wir verstehen uns als Mannschaft einfach auf dem Platz und so soll es sein. Es war enorm wichtig, dass wir mit einem Sieg in die Länderspiel-Pause gegangen sind. Ich hoffe jetzt, dass der ein oder andere aus dem Verletzten-Lager zurückkehrt.“

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