Kaum im Mannschaftsbus, meldete sich Bochums Kapitän Felix Bastians nach der Brandkatastrophe im Krankenhaus Bergmannsheil via Facebook zu Wort:

VfL-Kapitän

Mitgefühl für Opfer des Feuers im Krankenhaus

02. Oktober 2016, 09:52 Uhr
Foto: firo

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Kaum im Mannschaftsbus, meldete sich Bochums Kapitän Felix Bastians nach der Brandkatastrophe im Krankenhaus Bergmannsheil via Facebook zu Wort:

„Zunächst einmal möchte ich im Namen der Mannschaft allen Beteiligten und Familien, die vom Feuer im Bergmannsheil-Krankenhaus in Bochum betroffen waren, unser Mitgefühl und Beileid aussprechen. Da rückt der Fußball erstmal in den Hintergrund. Was das Spiel betrifft, haben wir gut angefangen und nach Standardsituationen zwei Eier kassiert. Da müssen wir viel besser verteidigen. Im zweiten Abschnitt waren wir klar überlegen und gingen als verdienter Sieger vom Feld. Jetzt wünschen wir Kevin Stöger eine schnelle Genesung und hoffen, dass er bald zurückkommt.“

Peniel Mlapa, der in der Nachspielzeit seinen dritten Saisontreffer erzielte, wirkte nach dem Spiel erleichtert: „Es nervt, dass wir wieder einmal nicht zu null spielen konnten. Allerdings war Aue auch ein nicht leicht zu bespielender Gegner. Aber wir haben vier Buden gemacht. Besonders freue ich mich für Jan Gyamerah nach seiner langen Leidenszeit.“

Für Mlapa ein idealer Start in eine aufregende Woche: Am Sonntag kam er einer Einladung des togolesischen Fußballverbandes nach und flog in sein Geburtsland. Der 25-jährige Angreifer, geboren in Togos Hauptstadt Lomé, soll am kommenden Dienstag im Länderspiel gegen Uganda sein erstes offizielles A-Länderspiel für Togo bestreiten. Vier Tage später gibt es ein weiteres Testspiel. Bislang hat Mlapa 31 Länderspiele im Nachwuchsbereich des DFB absolviert. „Es gab lange Gespräche. Jetzt habe ich mich entschieden und werde den ersten Schritt machen. Es ist natürlich etwas Besonderes, zumal ich in dieser Stadt geboren wurde. Das wichtigste aber an so einer Länderspiel-Einladung: Es ist wie ein kleiner Bonus.“

Der Gesichtsausdruck von Jan Gyamerah verriet seine ganze Gefühlswelt. Nach dem Spiel in Aue strahlte er und plauderte munter drauf los und schilderte ausführlich den ersten Treffer seiner noch jungen Profikarriere: „Ich mag gerne mal ins Dribbling gehen. Ich weiß gar nicht mehr, wer mir den Ball zugespielt hat. Ich denke, ich habe auf Tom Weilandt gespielt und der legt zurück. Dann habe ich überlegt, ob ich wieder abspielen soll, mich aber fürs Selbstmachen entschieden. Die nächste Überlegung war: Gehe ich nach außen? Und dann habe ich mich für innen entschieden. Da war mir schnell klar, dass ich den Ball einfach draufhaue. Als ich dann sehe, dass der Ball Zentimeter neben dem Pfosten einschlägt, wollte ich zunächst zu den Fans laufen. Aber die standen ja ganz woanders. Dann bin ich einfach stehengeblieben. Das war der Wahnsinn.“

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