Der FC Schalke 04 hat auch das zweite Spiel auf internationaler Ebene in dieser Saison gewonnen. An der misslichen Lage der Königsblauen ändert das aber nichts. Ein Kommentar.

Schalke-Kommentar

Die Lage ist unverändert

Peter Müller
29. September 2016, 21:22 Uhr
Foto: Firo

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Der FC Schalke 04 hat auch das zweite Spiel auf internationaler Ebene in dieser Saison gewonnen. An der misslichen Lage der Königsblauen ändert das aber nichts. Ein Kommentar.

Also, um den FC Schalke 04 und seine Anhänger in diesen strapaziösen Wochen mal ein wenig aufzumuntern, halten wir fest: Schalke ist der einzige deutsche Klub, der in dieser Saison auf europäischer Ebene noch keinen Punkt abgegeben hat. Blau-weiße Weste.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, müssen wir allerdings auch anmerken, dass der österreichische Champions-League-Verweigerer RB Salzburg kein Bundesliga-Format nachwies. Womit wir beim für Schalke nach wie vor unangenehmen Thema wären. Am Sonntag kommt Borussia Mönchengladbach in die Arena. Eine Mannschaft, die im Gegensatz zu den Königsblauen eine erkennbare Entwicklung genommen hat und sogar den großen FC Barcelona reizen konnte.

Schalke muss aus dem Sieg gegen Salzburg Selbstvertrauen ziehen, behält aber die schwere Hypothek von fünf Niederlagen in Serie zum Bundesligastart. Eine sechste würde die Krise zum Drama ausweiten. Welch eine Ironie. Da hat sich Schalke erstmals seit Jahren Geduld verordnet, und dann wird sie gleich auf eine so extreme Probe gestellt.

Am Sonntag in Hoffenheim platzte Christian Heidel der Kragen, unter der Woche hat der Manager dann Spieler und Stab auf die schwierige Lage eingeschworen: Alle sollen endlich begreifen, worauf es auf Schalke ankommt. Dass die Malocher auf den Rängen auch Malocher auf dem Rasen sehen wollen. Schlimm, wenn solche Selbstverständlichkeiten betont werden müssen. Immerhin scheinen die Profis zugehört zu haben.

Etwas irritierend aber bleibt die Rolle des Trainers. Markus Weinzierl habe sich nicht in ein Schneckenhaus verkrochen, hatte Christian Heidel erklärt. Aber: Hätte nicht zuerst der Trainer Stärke demonstrieren und auf den Putz hauen müssen? Weinzierl wirkte vor der Partie gegen Salzburg angeschlagen, danach etwas entspannter. Jetzt muss er liefern. Auch in der Bundesliga.

Autor: Peter Müller

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