Nein, das überzeugt Thomas Tuchel mitnichten. Etwas mehr als 24 Stunden sind es noch, bis das Spiel Borussia Dortmund gegen Real Madrid (Dienstag, 20.45 Uhr / Sky) angepfiffen wird Champions League, zweiter Spieltag.

BVB

"Wir stellen uns auf das beste Madrid ein, das es gibt"

Daniel Berg
26. September 2016, 18:01 Uhr
Foto: firo

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Nein, das überzeugt Thomas Tuchel mitnichten. Etwas mehr als 24 Stunden sind es noch, bis das Spiel Borussia Dortmund gegen Real Madrid (Dienstag, 20.45 Uhr / Sky) angepfiffen wird Champions League, zweiter Spieltag.

Standortbestimmung für den neuen BVB, dessen Trainer Thomas Tuchel ist. Er wird nach Cristiano Ronaldo gefragt. Der Star des galaktischen Star-Ensembles ringt nach seiner im EM-Finale erlittenen Knieverletzung um seine Bestform, am Wochenende wurde er sogar von Trainer Zinedine Zidane ausgewechselt. Nicht aus Schonung, sondern weil der Portugiese erneut nicht seinen besten Tag hatte. Beleidigt verschwand Ronaldo vom Spielfeld, eisig soll es derzeit zugehen um den Offensivkünstler. Zumindest die chronisch aufgeregten spanischen Medien berichten davon, dass es einsam werde um den Star.

Ob es ein Vorteil sei, dass Ronaldo nicht in Form sei, wurde Tuchel also von einem spanischen Journalisten gefragt. Der Trainer runzelte die Stirn. "Das ist ein großer Satz, leicht dahergesagt. Wer bewertet das, wer sagt mir, dass das morgen so sein wird?", stellte der BVB-Trainer die vermeintliche Feststellung in Frage und fuhr fort: "Ich tue mich schwer mit einer Antwort. Cristiano Ronaldo ist einer der besten Fußballer der Welt, ein unglaublicher Gewinner, der in jeder Phase eines Spiels in der Lage ist, allein durch Präsenz der Mannschaft zu helfen." Ein Plädoyer für einen, für den man ansonsten kein Plädoyer halten muss, weil er über jeden Zweifel erhaben ist. "Wir stellen uns auf das beste Madrid ein, das es gibt. Es ist Champions League. Die besten Spieler bringen an solchen Abenden normalerweise ihre besten Leistungen."

Für Tuchel ist es das erste Heimspiel in der Champions League - und das gleich "gegen den wohl größten Namen des Weltfußballs", wie der Trainer voller Respekt formuliert. "Das Spiel ist ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung", sagt er, nachdem die Borussia zuletzt erstaunlichen Torhunger nachgewiesen hatte. 20:2 Tore stehen aus den Partien gegen Darmstadt, Warschau, Wolfsburg und Freiburg in der Bilanz. Doch mit dem spanischen Rekordmeister und seinen Stars Gareth Bale, Karim Benzema, Toni Kroos oder Alvaro Morata wartet ein anderer Maßstab. "Wir werden alle drei Tage abgetestet und die Mannschaft strahlt eine positive Energie und großen Willen aus." Mit Blick auf die vielen jungen Spieler in seinem Kader sagt er aber: "Es wird eine unglaubliche Atmosphäre herrschen und eine Dichte, in der die Spieler die Fähigkeit haben müssen, auf höchstem Niveau Leistung zu liefern." Was es dazu braucht, sagt er auch: "Mut, Hingabe, Fleiß und Solidarität."

Autor: Daniel Berg

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