Landesligist Arminia Klosterhardt unterlag am Sonntag nach einer blutleeren Vorstellung verdient mit 2:4 (1:1) gegen den ESC Rellinghausen.

Landesliga

Klosterhardt steckt tief in der Krise

Stefan Schweigert
26. September 2016, 10:13 Uhr
Foto: Kerstin Bögeholz

Foto: Kerstin Bögeholz

Landesligist Arminia Klosterhardt unterlag am Sonntag nach einer blutleeren Vorstellung verdient mit 2:4 (1:1) gegen den ESC Rellinghausen.

Nein, es ist bisher überhaupt nicht die Saison von Arminia Klosterhardt. Für die Grün-Weißen war es damit die fünfte Niederlage im achten Spiel.

Für den kurzfristig erkrankten Günter Bruns übernahm Co-Trainer Oli Adler das Coaching an der Seitenlinie. Und dem Ex-Profi konnte über weite Strecken der Partie kaum gefallen haben, was die Mannschaft da auf heimischem Geläuf zustande brachte. Das war schlichtweg zu wenig. Gerade das schlampige Defensivverhalten dürfte in der Aufarbeitung oberste Priorität genießen. Auffällig wie besorgniserregend auch das körperlose Spiel, mit dem die Arminen eine Vielzahl ihrer Zweikämpfe bestritt. Beim 0:1 in der zwölften Minute durch den wuseligen Kohei Yokozawa schauten die Hausherren nur verdattert zu, wie der kleine Japaner unbedrängt aus kurzer Distanz einsandte.

Rellinghausen blieb in der Folge das aktivere Team und war nach gut einer halben Stunde dem 0:2 näher als die Arminia dem Ausgleich. Die uninspirierte Vorstellung der Gastgeber war auch auf mangelndes Tempo zurückzuführen. Bis auf ein kurzes Lebenszeichen von Marcel Siwek, der zusammen mit Mehmet Kafli die Sturmspitze bildete, wehte im Angriff der DJK ein laues Lüftchen. Quasi aus dem Nichts kamen die Grün-Weißen kurz vor der Pause aber doch zum Ausgleich. Marcel Landers profitierte da von einem kapitalen Abwehrschnitzer der Essener und stellte mit seinem überlegten Abschluss alles wieder auf Null (42.).

Eigentlich hätte dieses 1:1 Selbstvertrauen geben müssen. Doch das traten die Arminen nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel prompt wieder mit Füßen. Und zwar in Person von Torhüter Lars Müting und Innenverteidiger Patrick Drechsler. Deren unglaubliches Missverständnis im eigenen Sechzehner nach Freistoß für Klosterhardt mündete in Yokozawas zweitem Treffer.

Von diesem neuerlichen Rückstand erholten sich die Arminen nicht mehr. Im Gegenteil, sie machten es ihren Gästen fast ohne Gegenwehr nur noch einfacher. Wie einfach, belegte der Sololauf von Yokozawa durch Arminias Strafraum. Essens Doppeltorschütze degradierte Arminias Hintermannschaft in Minute 69 zu Statisten. Yokozawas klugen Querpass verwertete Marcel Schlomm, der blank in der Mitte lauerte, problemlos – 1:3. Und es kam noch dicker. Drechlser verursachte gegen Sven Wienecke einen unstrittigen Handelfmeter, den Marcel Kirchmayer kompromisslos in die Maschen jagte (81.). Sascha Möllmanns Treffer zum 2:4 in der Nachspielzeit änderte nichts mehr an der Tatsache, dass es bei der Arminia gestern im Kollektiv an etlichen Ecken und Enden haperte.

"Die Jungs sind total verunsichert. Und dann kommt im Fußball so etwas dabei heraus", wollte Adler hinterher nicht den Stab über das Team brechen.

Autor: Stefan Schweigert

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