Nach dem Abpfiff verweilten die Akteure vom VfB Bottrop noch für einige Minuten an der eigenen Auswechselbank.

VfB Bottrop

Ata sauer über Art und Weise der Punktverluste

Sebastian Goretzki
26. September 2016, 06:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach dem Abpfiff verweilten die Akteure vom VfB Bottrop noch für einige Minuten an der eigenen Auswechselbank.

Gemeinsam mit Trainer Mevlüt Ata wurde das zuvor Geschehene besprochen und verarbeitet. Eine fast schon ungewohnte Szenerie, durften die Bottroper zuletzt doch sieben Siege in Serie und so einen wahren Traumstart bejubeln. Doch an diesem Sonntag war es der Gegner, der die drei Punkte einfuhr und um kurz vor 17 Uhr im Mittelkreis des Rasenplatzes feierte. Der VfB unterlag den Gästen der DJK Vierlinden mit 1:4 (1:2) und musste so im achten Meisterschaftsspiel den ersten Punktverlust verkraften.

Am Ende fiel die Niederlage gegen die zuvor ebenfalls stark in die Spielzeit gestarteten Duisburger wohl wenigstens um ein Tor zu hoch aus. Dennoch ging die Pleite in Ordnung. „Eigentlich haben wir gut ins Spiel gefunden“, blickte Mevlüt Ata zurück, „aber dann fangen wir uns vor der Pause zwei absolut unnötige Gegentore.“ Dem VfB-Coach ging es kaum um die Niederlage an sich – vielmehr wurmte ihn die Art des Zustandekommens. „Wir haben vor der Partie einige Dinge ganz klar angesprochen. Genau diese gingen dann im Spielverlauf schief“, so Ata.
Gemeint waren die Gegentreffer in der ersten Halbzeit, die beidesamt nach Standardsituationen fielen. Zuvor brachte Fabian Blanik die Hausherren durch einen strammen Schuss aus halblinker Lage mit 1:0 in Führung (8.). Doch der Vorsprung währte nicht lange: Nach einem zunächst eher ungefährlich wirkenden Freistoß landete der Ball über Umwege bei Benjamin Koncic, der nach 16 Minuten den Ausgleich markierte – ausgerechnet vor ihm hatte Ata seine Schützlinge ausdrücklich gewarnt.

Mindestens ebenso vermeidbar wirkte das Tor zum 1:2 (25.), als sich die Duisburger nach einer neuerlichen Standardsituation nahezu unbedrängt das runde Leder zuschieben konnten, ehe Grischa Behrend aus zentraler Position vollstreckte. „Das wurmt mich unheimlich“, so Ata, „wir hätten selbst ein bis zwei Tore mehr schießen müssen. Stattdessen rennen wir einem Rückstand hinterher, der so nie zustande kommen durfte.“

Der VfB-Coach reagierte zur Pause und brachte Charalambos Pommer neu in die Partie, um dem eigenen Spiel neue Impulse zu verleihen. Doch die Rechnung ging nicht auf: Zwar bemühten sich die Hausherren redlich, doch immer wieder scheiterten sie an der gut sortierten Vierlindener Abwehrkette. „Wir haben überhaupt nicht die richtigen Mittel gefunden.“ Eventuell hätte das Spiel noch einen anderen Verlauf genommen, hätte Niko Andreadakis eine der insgesamt rar gesäten VfB-Torchancen zum Ausgleich genutzt – der Routinier lief nach 70 Minuten alleine auf den Gästekeeper zu, scheiterte an diesem aber. „Vielleicht habe ich in dem Moment zu lange nachgedacht“, ärgerte sich der Mittelfeldspieler hinterher.

In der Schlussphase machten die Gäste aber alles klar, als sie den VfB zwei Mal eiskalt auskonterten. Erst war Hannes Drippe der Nutznießer (86.), dann besorgte Benjamin Koncic in der 89. Minute den aus Bottroper Sicht schmerzhaften Endstand. „Leider haben wir nicht zu unserer eigentlichen Form gefunden. Wir werden weiter daran arbeiten, die Fehler zu reduzieren. Eine Welt geht für uns durch diese Niederlage aber nicht unter“, resümierte Ata.

Autor: Sebastian Goretzki

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