Den sieben Revierklubs fehlt es vor dem siebten Spieltag der Fußball-Oberliga Westfalen noch an Durchschlagskraft. Nur zwei Teams – die Schalker Amateure und die Hammer SpVg. – findet man in der oberen Tabellenhälfte. Wattenscheid und Erkenschwick stehen gar auf einem Abstiegsrang. Und die Mannschaften aus Hüls, Herne und Bochum suchen derzeit noch ihre Form.

Oberliga Westfalen: 7. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Revierklubs müssen punkten

Thomas Ziehn
21. September 2006, 15:57 Uhr

Den sieben Revierklubs fehlt es vor dem siebten Spieltag der Fußball-Oberliga Westfalen noch an Durchschlagskraft. Nur zwei Teams – die Schalker Amateure und die Hammer SpVg. – findet man in der oberen Tabellenhälfte. Wattenscheid und Erkenschwick stehen gar auf einem Abstiegsrang. Und die Mannschaften aus Hüls, Herne und Bochum suchen derzeit noch ihre Form.

So kommt es, dass das Highlight am siebten Spieltag ohne Revierbeteiligung ausgespielt wird. Am Sonntag (15 Uhr) erwartet die Zuschauer an der Poststraße in Verl das Duell des SC gegen Preußen Münster. Verl, punktgleich mit Gütersloh Zweiter, hat in der letzten Spielzeit nur knapp den Aufstieg verpasst und will das in dieser Saison unbedingt nachholen. Für Regionalliga-Absteiger Preußen Münster, aktueller Dritter, gibt es nur ein Ziel: direkter Wiederaufstieg. Die zahlreich erwarteten Fans können sich also auf ein spannendes Spiel freuen. Überhaupt ist die Oberliga Westfalen mit Gütersloh, SC Verl und Arminia Bielfeld II (derzeit Vierter) derzeit fest in ostwestfälischer Hand.

Die Spvgg. Erkenschwick erwartet am Sonntag (15 Uhr) mit Tabellenführer FC Gütersloh eine hohe Hürde. Noch nie konnten die „Schwicker“ gegen die Ostwestfalen gewinnen (sechs Spiele, vier Niederlagen, zwei Remis). Allerdings stehen die Vorzeichen diesmal gar nicht einmal so schlecht. Die Mannschaft von Spvgg.-Trainer Manfred Wölpper hat am letzten Spieltag bei der SG Wattenscheid (6:2) einen Befreiungsschlag gelandet und den ersten Saison-„Dreier“ eingefahren.

Daran, dass der FC nicht als haushoher Favorit in die Partie geht, ist der Gast selber schuld. Mit Stürmer Marco Antwerpen fehlt der Mannschaft von FC-Trainer Thomas Stratos ein wichtiger Mann. Antwerpen hatte am vergangenen Wochenende im Spiel gegen Aufsteiger Oestrich-Iserlohn (0:0) die Rote Karte gesehen, nachdem er den Schiedsrichter-Assistenten eine „Pappnase“ nannte. „So etwas darf so einem erfahrenen Mann nicht passieren. Er hat uns damit nicht nur im letzten Spiel, sondern auch für die nächsten vier Wochen geschwächt“, ärgerte sich Ex-Profi Stratos (u.a. Arminia Bielefeld und Hamburger SV) über „Anti“. Und zu allem Überfluss fehlt mit Renato Bauer noch ein weiterer Stammspieler. Der Offensivmann zog sich im Spiel gegen Iserlohn einen Innenbandriss zu und fehlt sechs Wochen. Bei Erkenschwick sind Janos Bluhm (Grippe), Marcel Althaus (Pferdekuss) und Zouhair Allali (Bluterguss) angeschlagen. Außerdem fehlt der Langzeitverletzte Thomas Falkowski (Reha nach Kreuzbandriss) und voraussichtlich auch Mirko Mustroph nach seinem Nasenbeinbruch.

Regionalliga-Absteiger SG Wattenscheid 09 will die „Rote Laterne“, die sie nach dem 2:6-Debakel gegen Erkenschwick von den Gästen übernommen hatte, so schnell wie möglich wieder loswerden. Am Sonntag (15 Uhr) dürfte Arminia Bielefeld II etwas dagegen haben. Noch dazu findet das Spiel in Bielefeld statt - zu Hause haben die Arminen noch kein Spiel verloren (zwei Siege, ein Unentschieden). Es ist das erste Liga-Duell zwischen den beiden Mannschaften. Wattenscheid hat als einziges Team in dieser Saison noch keinen Sieg auf dem Konto.

Ebenfalls auswärts muss der VfB Hüls antreten. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert die Mannschaft von VfB-Trainer Ingo Anderbrügge beim Delbrücker SC. Die Marler warten dabei seit nunmehr drei Spielen auf einen Punktgewinn. Nervös wird man am Badeweiher deshalb nicht. „Das sind alles junge Leute. Es war klar, dass die Mannschaft nicht nur Erfolg haben wird, sondern auch Rückschläge einstecken muss. Damit wird sie zu Recht kommen“, so Dieter Most, Technischer Leiter beim VfB (Foto). In der letzten Saison verlor der VfB beide Begegnungen gegen den DSC.

Dieser hat unter der Woche das Nachholspiel gegen Rot-Weiß Ahlen 3:1 für sich entschieden und geht mit viel Selbstbewusstsein in die Partie im Stadion „Laumeskamp“. „Die Delbrücker haben groß gewachsene Leute in der Hintermannschaft. Das wird nicht einfach. Ich denke trotzdem, dass wir dort eine Chance haben. Gelingt uns ein frühes Tor, werden die Beine der Delbrücker nach dem Mittwoch-Spiel ein wenig müde“, hofft Most.

Auf Seite 2: Der VfL Bochum II, Hammer SpVg und Westfalia Herne

Autor: Thomas Ziehn

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