Es hat nur sieben Spieltage gedauert, bis die Töne beim VfB Speldorf wieder offensiver wurden.

Speldorf auf Platz drei

Das Selbstbewusstsein wächst

Marcel Dronia
24. September 2016, 07:07 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Es hat nur sieben Spieltage gedauert, bis die Töne beim VfB Speldorf wieder offensiver wurden.

Äußerte sich Trainer Christian Mikolajczak bei seinem Amtsantritt beim Fußball-Landesligisten noch betont zurückhaltend, gibt sich der Coach angesichts des dritten Platzes bereits deutlich selbstbewusster. Beim VfL Repelen möchte er am Sonntag (15 Uhr, Stormstraße) als Favorit antreten. Dabei ließen die Moerser am Donnerstagabend aufhorchen.

Im Niederrheinpokal schaltete der VfL den klassenhöheren Oberligisten FC Kray aus, musste dabei aber über die volle Distanz gehen. Mit 6:5 nach Elfmeterschießen zog Repelen ins Achtelfinale ein. Ob diese Anstrengung dem VfB Speldorf am Sonntag entgegen kommen wird? „Ich weiß nicht, wie die Mannschaft trainiert und wie die Fitness nach so einem Spiel aussieht. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Euphorie über die Müdigkeit hinwegtäuschen wird“, sagt VfB-Coach Christian Mikolajczak. Einen echten Vorteil sieht der VfB-Trainer also nicht.
„Die schweren Spiele kommen jetzt“

Viel wichtiger sei es, dass sich die Speldorfer selbst wieder von Spiel zu Spiel motivieren. „Wir sind Dritter und müssen dort als Favorit auftreten“, so Mikolajczak. Der Trainer weiß aber auch, dass die schweren Spiele jetzt erst kommen. „Ich kann mir vorstellen, dass die gegnerischen Mannschaften uns jetzt ganz anders begegnen werden als noch zu Saisonbeginn“, sagt er. Platz drei macht eben doch mehr Eindruck als ein Rang im Tabellenkeller. „Aber wenn wir an die Leistungen anknüpfen und sich keiner längerfristig verletzt, dann werden wir auch in den kommenden Wochen schwer zu schlagen sein“, sagt der Coach.

Der hat aktuell fast sein gesamtes Personal zur Verfügung. Die erste Ausnahme ist Ersatzkeeper Jan Plückelmann, der seit Saisonbeginn fehlt. Dies kann nur bei einer Verletzung von Stammkeeper Kai Gröger zum Problem werden. Zweite Ausnahme: Verteidiger Dimitri Steininger wird noch an diesem Wochenende und im Pokalspiel gegen Wuppertal fehlen. Maximilian Heckhoff und Philipp Bartmann haben ihre Sache aber zuletzt gut gemacht. Zudem stünde mit Leon Fritsch noch eine weitere Alternative bereit. „Es ist für uns ein großer Vorteil, dass wir immer adäquat wechseln können“, sagt Mikolajczak.

Am Sonntag hat er im Mittelfeld mit Sebastian Freyni noch eine Alternative mehr zur Verfügung. Der 28-Jährige hat seine mehrwöchige Sperre abgesessen. Schwer vorstellbar, dass Mikolajczak sein aktuell starkes Duo auf der Sechserposition, Leon Fritsch und Maximilian Fritzsche, sprengen wird. Mikolajczak wollte sich am Freitag nicht in die Karten schauen lassen. „Wer am Ende spielt, kann und will ich jetzt noch nicht sagen.“

Autor: Marcel Dronia

Mehr zum Thema

Kommentieren