Die rund 2000 VfL-Fans in der Esprit-Arena trauten ihren Augen nicht.

Bochums Kapitän nach Düsseldorf-Pleite

„Das war Slapstick“

21. September 2016, 15:57 Uhr
Foto: firo

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Die rund 2000 VfL-Fans in der Esprit-Arena trauten ihren Augen nicht.

Ausgerechnet Felix Bastians, der mit einer hervorragenden konstanten Form bisher in der Saison glänzte, leistete sich schon in der 14. Minute einen kapitalen Bock im eigenen Strafraum und besiegelte damit in der Anfangsviertelstunde quasi schon die zweite Auswärts-Niederlage.

Der Kapitän redete nach dem Spiel gar nicht um den heißen Brei herum: „Es tut mir leid für die Mannschaft – das war Slapstick. Auf dem holprigen Rasen springt mir der Ball ans rechte Bein. Von da an Pawel vorbei genau vor die Füße von Rouwen Hennings. Das passte ins Bild.“

Doch der gebürtige Bochumer war nicht der einzige, der sich an diesem späten Nachmittag grämen musste. Bastians: „Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt. Wer so auftritt, der hat keinen Sieg verdient.“ Lediglich mit der Anfangsphase der zweiten Hälfte war der Kapitän zufrieden: „Da haben wir 23 Minuten deutlich besser gespielt und hätten durch Peniel Mlapa auch den Anschlusstreffer erzielen können. Doch nach dem 0:3 war alles gelaufen.“

Noch in der Pause hatten sich die Spieler auf dem Rasen gepusht und sich vorgenommen, alles zu versuchen. Bastians: „Ich höre ungern nach 14 Minuten auf, Fußball zu spielen. Und der Anschlusstreffer war durchaus möglich.“

Wenig Hoffnung, dass das Stammpersonal wieder fit ist
Das Fehlen der Stammkräfte Stefano Celozzi, Tim Hoogland und später auch noch Timo Perthel wollte er für die unterirdische Leistung nicht verantwortlich machen: „Natürlich hat die Stammformation mehr Sicherheit. Aber wir müssen mit den Spielern auftreten, die wir haben. Und da sollten wir jetzt keine Ausrede suchen.“

Und dann blickte der Kapitän bereits auf den kommenden Freitag, an dem der VfL Absteiger Stuttgart empfängt: „Wir haben jetzt viel Material, das wir verarbeiten müssen und woraus wir lernen können. Bisher war es immer so, dass wir auf schlechte Spiele eine gute Reaktion zeigen konnten. Darauf hoffe ich auch Freitag.“

Hoffnungen, dass der Kapitän dann wieder an seiner linken und rechten Seite mit gewohntem Personal gegen den Favoriten aus Stuttgart angehen kann, werden sich nicht erfüllen. Denn zumindest der Einsatz von Timo Perthel und Tim Hoogland ist quasi auszuschließen.

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