Drei Spiele und nur ein eigenes Tor. Zu wenig für die Ansprüche des MSV Duisburg. Gegen Holstein Kiel fehlte vor allem der Spielwitz.

MSV

Die Leichtigkeit ist verloren gegangen

21. September 2016, 12:33 Uhr
Foto: firo

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Drei Spiele und nur ein eigenes Tor. Zu wenig für die Ansprüche des MSV Duisburg. Gegen Holstein Kiel fehlte vor allem der Spielwitz.

Dabei hatten sich die Meidericher viel vorgenommen. Die Zebras wollten die 0:3-Pleite gegen Wehen Wiesbaden vergessen machen. Was folgte, war allerdings keinesfalls eine Rehabilitation. Duisburg spielte unkonzentriert, Fehlpässe wurden im Minutentakt produziert. Nein, das war nicht der MSV, der die Fans zu Saisonstart mit einer ansehnlichen Spielweise verzückte. Eher konnten die Meidericher froh sein, einen starken Rückhalt im Tor zu haben. "[person=5850]Flekki[/person] hat die Dinger überragend gehalten," lobt sein Teamkollege [person=6029]Fabian Schnellhardt[/person]. "Wenn wir mit 0:1 in Rückstand geraten wird es ganz schwer.

Wir werden in den nächsten Partien unsere Tore machen
Ilia Gruev (MSV Duisburg)

Doch so kann man auf Seiten der Zebras eine positive Sache an diesem Spiel abgewinnen. "Fakt ist: Wir sind zu Hause noch ungeschlagen und haben noch kein Gegentor kassiert," ruft Gruev in Erinnerung. Das Credo in Duisburg lautet: Positiv denken. "Klar haben wir uns etwas anderes vorgenommen, aber wir sind jetzt auch nicht abgestiegen," schmunzelt [person=2865]Kingsley Onuegbu[/person]. In der Tat, die Welt wird nach einem 0:0 gegen Kiel nicht untergehen. Vom geschätzten Marktwert gesehen, sind die Störche auf Augenhöhe. Dennoch bleibt festzuhalten: Dem MSV ist die Leichtigkeit abhanden gekommen.

Auch der bulgarische Trainer musste nach der Partie zugeben, dass das spielerische Element deutlich zu kurz gekommen war: "Ich muss ehrlich gestehen: Das war nicht unsere Spielweise. Wir haben es nicht geschafft unsere gepflegte Spielkultur zum Tragen zu bringen." Aber was tut man, wenn eben jene verloren hat? "Wenn es spielerisch mal nicht so läuft, hilft nur der Kampf um zurückzukommen," weiß Schnellhardt.

Onuegbu will hingegen ungern pauschalisieren: "Es war ein Kampfspiel," erzählt der Nigerianer. "Ich mache mir da überhaupt keinen Kopf. Ich bin mir sicher, dass auch wieder gute Partien kommen werden." Das sieht auch der Coach so – der präferiert ohnehin lieber über die starke Defensive zu reden: "Ich bin eher froh darüber, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Natürlich gewinnt man die Spiele nur mit eigenen Toren, aber ich sehe da kein großes Problem. Wir werden in den nächsten Partien unsere Tore machen." Frei nach dem Motto: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.

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