Wir sprachen nach dem 5:1 in Wolfsburg mit BVB-Kapitän Marcel Schmelzer.

BVB

Kapitän Marcel Schmelzer tritt die Euphoriebremse

Sebastian Weßling
21. September 2016, 08:00 Uhr
Foto: firo

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Wir sprachen nach dem 5:1 in Wolfsburg mit BVB-Kapitän Marcel Schmelzer.

Marcel Schmelzer, 6:0, 6:0, 5:1 - drei hohe Siege für Borussia Dortmund in Folge. Warum läuft es derzeit so gut?
Das Spiel in Leipzig war ein Schlüsselspiel, weil wir da gemerkt haben, was passiert, wenn wir die Räume nicht finden. Deswegen wiederhole ich mich da jetzt schon wieder: Wir haben einfach das umgesetzt, was uns vorher gezeigt wurde. Es waren wieder die Räume da, die uns gesagt wurden. Wir haben sie gut gefunden und wir haben unsere Chancen sofort gut genutzt - nur ich nicht (grinst).

Trotzdem gab es eine Phase, in der es nicht gut lief. Warum wackelte die Defensive da so? Da machen Sie es sich etwas einfach. Wir spielen ja als Mannschaft. Wenn wir Tore kassieren, schimpfen Sie auf die Abwehr, wenn wir keine Tore schießen, auf die Offensive. Wir standen als Mannschaft nicht gut, nicht kompakt. Aber das ist normal. Wir haben einen großen Umbruch hinter uns, da wäre es ja komisch, wenn es keine Phasen gibt, in denen es nicht läuft. Da wüssten wir ja nicht, woran wir arbeiten müssen.

Tut ihnen das gut, dass sie momentan alle drei Tage spielen? Ich denke schon. Als Fußballer möchte man alle drei Tage spielen, das Training ist nur Regeneration und Vorbereitung auf den nächsten Gegner - das macht Spaß.

Trotzdem wird nicht jedes Spiel so deutlich ausgehen. Muss man da mal die Euphorie im Umfeld etwas bremsen? Auf jeden Fall. Das müssen auch unsere Fans berücksichtigen. Mit dieser jungen, neuen Truppe kann es immer wieder sein, dass man sich schwertut. Da kann es dauern, bis man mal ins Spiel kommt, da darf keiner denken: Warum geht es nicht schon wieder 3:0 oder 4:0 aus?

Autor: Sebastian Weßling

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