Viele BVB-Fans sind enttäuscht über den Umgang des Vereins mit den Neven Subotic und Jakub Blaszczykowski. Ein Kommentar.

BVB-Kommentar

Neven und die Solidarität

Ulrich Homann
20. September 2016, 14:34 Uhr
Foto: firo

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Viele BVB-Fans sind enttäuscht über den Umgang des Vereins mit den Neven Subotic und Jakub Blaszczykowski. Ein Kommentar.

Die Solidarität, die Neven Subotic von den BVB-Fans erfährt, sie zeigt die immer noch vorhandene andere Seite des Fußballs. Jenseits all des Geschachers und der unsympathischen Menschen, die sich den Sport unter den Nagel gerissen haben, gibt es noch die Verbundenheit von Rasen und Rängen. Das menschliche Element, Anstand, Dankbarkeit und Respekt. Man kann den verlieren bei all den Söldnern, mit denen man es im Verlauf weniger Jahre zu tun bekommt. Und die Marktschreier und Vermarkter haben sie schon gar nicht verdient.

Neven Subotic schon. Wie er in einer Diskussionsrunde bei Plaßberg sein Afrika-Projekt vorstellte: Leise, aber kompetent und engagiert, das war mehr Werbung für den Fußball und den BVB als alles Palaver rund um die Spiele. Da verdient einer die Solidarität, weil er selbst Mitgefühl zeigt mit den Schwächsten auf der Welt.

Eine Frage wirft es trotzdem auf: Wie hält es Neven Subotic eine Minute in der Kabine mit all den tätowierten Protztypen mit Rolex und Ferrari aus? Du bohrst nach Wasser in Afrika und musst dir anhören, wie Jung-Millionäre sinnlos ihre Kohle verprassen. Das wird nicht ganz so einfach sein.

Autor: Ulrich Homann

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