Drei Männer, ein Gesichtsausdruck. Beim MSV Duisburg gibt es sportlich derzeit viel Grund zum Lachen.

MSV-Trainer Gruev

„Wir sind auf dem Teppich geblieben"

Felix zur Nieden
16. September 2016, 08:48 Uhr
Foto: firo

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Drei Männer, ein Gesichtsausdruck. Beim MSV Duisburg gibt es sportlich derzeit viel Grund zum Lachen.

Ungeschlagen stehen die Zebras nach vier Siegen und zwei Unentschieden auf Rang eins der Tabelle der 3. Liga und Trainer Ilia Gruev, Sportdirektor Ivica Grlic und Offensivmann Tugrul Erat lassen schon allein mit ihrer Mimik keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihnen die Situation ausgesprochen gut gefällt.

Dass seine Zebras ab sofort das Team sind, das es zu schlagen gilt? Für Gruev kein Problem. „Wir sind auf dem Teppich geblieben. Das ist wichtig für alle kommenden Aufgaben“, sagt er und man ist versucht, es in der Kategorie „Fußballphrasen“ abzubuchen. Bei Gruev ist das anders. Er steht für diese „Auf dem Teppich bleiben“-Mentalität und verlangt sie auch von seinen Spielern. „Nur wenn wir unsere Spiele seriös angehen, können wir sie gewinnen. Den Respekt der Gegner muss man sich erarbeiten und jede Woche aufs neue bestätigen. Wir sind keine Übermannschaft“, sagt Gruev. Der Respekt der Gegner, betont er, sei mit dem Anpfiff ohnehin vorbei. „Wenn es lost geht und du bist im Kopf nicht auf dem Platz, nützt dir aller Respekt deiner Gegner nichts.“

Eine gehörige Portion Respekt vor den Zebras hat der nächste Gegner der Meidericher, der SV Wehen Wiesbaden, ganz sicher. Am Freitag um 19 Uhr wird das Spiel in der Brita-Arena angepfiffen und Gruev wird alles dafür tun, dass seine Spieler dann mit ganzer Konzentration ausschließlich auf dem Platz sind. Den Gegner hat er als robuste Mannschaft ausgemacht, die vor allem im Kopfballspiel nach Standardsituationen stark ist. Vor allem will er aber, dass sein Team dem Tabellenelften das MSV-Spiel aufzwingt. „Unsere Spielweise ist flexibel und dominant. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen geben uns dabei Recht.“

Eigentlich hatte Klotz seinen Platz schon sicher
Umsetzen lassen kann er das auch, weil sein Kader entsprechend ausgestattet ist und er ohne große Qualitätsverluste rotieren kann. „Das ist schön, stellt uns als Trainerteam aber immer vor schwere Entscheidungen.“ Eine davon wird Gruev im Fall von Nico Klotz und Fabio Leutenecker treffen müssen. Eigentlich hatte Klotz seinen Platz als rechter Verteidiger scheinbar schon sicher. Während einer Grippeerkrankung vertrat ihn Leutenecker gegen Bremen aber hervorragend. „Fabio hat einen großen Offensivdrang und kann seinen Gegenspieler auf der Seite richtig in Stress bringen“, lobt Gruev. Für Klotz gilt aber Ähnliches und so wird erst der Freitagabend zeigen, wem Gruev für das Spiel in Wiesbaden das Vertrauen schenkt.

Bei allem Lob für seine Spieler hat Gruev auch noch Verbesserungspotenzial ausgemacht. Das Spiel gegen Bremen II zeigte deutlich: Die Chancenverwertung muss besser werden, „Viele Mechanismen müssen noch besser greifen und sich einspielen“, sagt Gruev. Das wichtigste aber ist ihm, dass die Mannschaft „hungrig bleibt“. Eine Floskel, klar. Doch Ilia Gruev nimmt man sie ab.

Autor: Felix zur Nieden

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