Am Donnerstag spielt Schalke in der Europa League beim französischen Erstligisten OGC Nizza. Der Revierklub trifft dann auf das einstmals größte Sturmtalent Europas: Mario Balotelli.

Schalke

Höwedes und Nastasic warnen vor Balotelli

Marian Laske, Manfred Hendriock
13. September 2016, 06:17 Uhr
Foto: dpa

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Am Donnerstag spielt Schalke in der Europa League beim französischen Erstligisten OGC Nizza. Der Revierklub trifft dann auf das einstmals größte Sturmtalent Europas: Mario Balotelli.

Am Tag nach seinem furiosen Debüt schaute Mario Balotelli nach vorne. „Gestern ist Vergangenheit. Jetzt denken wir an die Zukunft“, teilte der Italiener am Montag via Instagram mit. Mit gestern meinte der prominente Neuzugang des OGC Nizza seine zwei Tore beim 3:2-Sieg gegen Olympique Marseille, für die er in der französischen Presse als „Super Mario“ gefeiert wird. Die Zukunft ist königsblau. Balotelli schießt sich für Schalke warm.

Der 26-Jährige ist nach zahlreichen Stationen in der europäischen Vereins-Oberklasse in Nizza gelandet. Im Sommer haben alle Top-Klubs einen großen Bogen um den Skandal-Stürmer gemacht, den der FC Liverpool unbedingt loswerden wollte – der Klopp-Klub verlangte noch nicht einmal eine Ablösesumme. Frankreich ist die vielleicht letzte Chance des eigenwilligen Italieners, sein großes Talent auszuschöpfen.

Nastasić kennt Balotelli

Dass dies nicht direkt gelingt, sollen am Donnerstag die Schalker Abwehrspieler Matija Nastasić und Benedikt Höwedes verhindern. Nastasić kennt Balotelli noch aus der Mannschaftskabine. In der Saison 2012/13 standen beide ein halbes Jahr für den englischen Erstligisten Manchester City auf dem Platz.

Angesprochen auf Balotellis bewegte Vergangenheit, meinte der 23-Jährige am Montag nach dem Schalker Training: „Mag sein, dass er früher mal Probleme mit den Trainern hatte. Aber wenn er sich auf den Fußball konzentriert, ist er ein guter Typ für die Mannschaft.“

Für Schalke-Kapitän Höwedes ist Balotelli eine „extravagante Figur“ auf und neben dem Platz. „Sportlich kann ich nicht beurteilen, wie seine momentane Verfassung ist. Aber er wird das Fußballspielen nicht verlernt haben“, teilte Höwedes auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Vielleicht hat Balotelli auch dazugelernt. Im Sommer gab er sich im Interview mit der italienischen Zeitung „Corriere della Sella“ ungewohnt selbstkritisch. „Ich habe in den letzten Jahren zu wenig gemacht“, räumte Balotelli ein. Im selben Atemzug formulierte er allerdings ambitionierte Ziele. „Ich will Weltfußballer werden“, tönte der Angreifer. Balotelli bleibt eben doch Balotelli.

Autor: Marian Laske, Manfred Hendriock

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