Oberligist TuS Erndtebrück ist zuletzt etwas aus dem Tritt gekommen. Nach zwei Niederlagen gelang dem Aufstiegsaspiranten gegen den FC Brünninghausen immerhin ein 0:0.

TuS Erndtebrück

Dezimierter Absteiger strauchelt

Tobias Kurz
12. September 2016, 17:46 Uhr
Foto: FUNKE FotoServices

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Oberligist TuS Erndtebrück ist zuletzt etwas aus dem Tritt gekommen. Nach zwei Niederlagen gelang dem Aufstiegsaspiranten gegen den FC Brünninghausen immerhin ein 0:0.

Nach den ersten beiden Spielen grüßte die Mannschaft von Florian Schnorrenberg noch von der Tabellenspitze der Oberliga Westfalen, dann wurde die Ausfallliste länger und länger. Und die Ergebnisse blieben aus. "Das ist ein bisschen schade, wir hatten eine gute Vorbereitung und einen guten Start. Wir brauchen jetzt Rückkehrer in den Kader, dann wird es auch wieder besser laufen", meinte Schnorrenberg.

Am Sonntag hatte der 39-Jährige nur 13 einsatzfähige Spieler im Kader. Entsprechend betrachtete er das gerechte Remis gegen den Aufsteiger aus Brünninghausen lieber von der guten Seite. "Ich muss der Mannschaft auch mal ein Kompliment machen. Klar spielt nicht jeder in Topform, aber sie muss auch momentan viel wegstecken." Und lachend fügte er hinzu: "So gesehen haben wir unsere Niederlagenserie gestoppt."

Auffällig ist, dass zumindest SuS Neuenkirchen und der TuS Ennepetal gegen die Schnorrenberg-Elf auf eine konsequente Defensivtaktik setzten - mit Erfolg. Dass die Konkurrenz damit ein einfaches Mittel gegen den Favoriten gefunden hat, sieht Schnorrenberg angesichts der Verletztenmisere nicht so, dennoch gibt er zu: "Wir müssen gegen defensivere Gegner Lösungen finden, es werden noch andere so gegen uns spielen." So tat sich sein Team vor allem vor zwei Wochen gegen Ennepetal schwer, Torchancen herauszuspielen.

Schnorrenberg wünscht sich, dass ihm bis zum nächsten Spiel beim 1. FC Kaan-Marienborn wieder mehr Akteure zur Verfügung stehen. So hofft er auf die Rückkehr von [person=21054]Yannick Jaeschke[/person] sowie [person=2036]Tim Treude[/person] (Foto, links), den der Trainer als "enorm wichtigen Mann für unser Spiel" bezeichnet. Außerdem könnte endlich das Visum für den in Albanien weilenden [person=27972]Xhuljo Tabaku[/person] eintreffen.

Trotz der Mini-Krise will der Absteiger seine Ziele nicht korrigieren. "Das wäre schade. Wir haben gesagt, wir wollen eine gute Rolle spielen und damit meinten wir nicht um Platz neun herum, das muss man ehrlicherweise sagen." Es gibt in der ausgeglichenen Liga aber auch keinen Grund, die eigenen Aufstiegshoffnungen zu begraben. Denn der Tabellenzweite TSV Marl-Hüls ist nur zwei Zähler entfernt.

Autor: Tobias Kurz

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