Immerhin einen Punkt holte der Tusem Essen in der 2. Handball-Bundesliga beim Auswärtsspiel in Emsdetten.

Handball

Tusem holt Punkt in Emsdetten

Joshua Windelschmidt
11. September 2016, 23:57 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Immerhin einen Punkt holte der Tusem Essen in der 2. Handball-Bundesliga beim Auswärtsspiel in Emsdetten.

Am Ende trennten sich beide Mannschaften 23:23, dabei wäre für die Essener durchaus mehr drin gewesen.

Sinnbildlich für die Partie waren die letzten Sekunden. Der TV Emsdetten, der mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet war und dementsprechend schon unter Druck stand, erspielte sich mit viel Aufwand eine Torchance, doch der Wurf vom Ex-Essener Georg Pöhle verfehlte das Tor. Noch 15 Sekunden zu spielen, Tusem-Trainer Stephan Krebietke nahm noch eine Auszeit und gab den letzten Angriff vor. Währenddessen standen die 910 Zuschauer in der Emshalle und holten alles aus ihren Klatschpappen heraus. Noch einmal hatte der Tusem die Chance zum Abschluss zu kommen: Pass vom guten Malte Seidel auf Rückraumspieler Jonas Ellwanger, doch der hat Probleme bei der Ballannahme und vertendelt damit die letzte Chance. Aus. 23:23.

Immer wieder schlichen sich diese kleinen Fehler in das Spiel der Essener ein. Nachdem der Tusem kurz vor der Pause bereits mit vier Toren geführt hatte, stand es plötzlich 12:12. Im Aufbauspiel oder beim Abschluss zeigten sich die Gäste zu ungenau. Viel besser machten es die Gastgeber jedoch auch nicht So steuerte die Begegnung auf eine spannende Schlussphase zu. Der Tusem konnte sich zwischenzeitlich zwar absetzen, aber der TVE blieb dran. Nicht nur das: In den letzten Minuten lagen die Hausherren vorne. Den Essenern drohten die Punkte ganz aus der Hand zu fallen, doch Justin Mürköster blieb am Kreis kühl im Kopf und sicherte seiner Mannschaft noch einen Punkt.

Insgesamt war die Partie von zwei gut stehenden Abwehrreihen geprägt. Beide Mannschaften ließen nur wenig schnelle Angriffe der Gegner zu und zeigten sich im Zweikampf griffig, der Tusem noch mehr als die Gastgeber. „Es wäre mehr drin gewesen, aber wir sind froh, dass wir hinten raus noch den Punkt mitnehmen konnten. Es war ein intensives Spiel und meine Mannschaft hat den Kampf gut angenommen. Damit bin ich zufrieden. Das Spiel hätte kurz vor dem Ende auch noch kippen können“, sagte Tusem-Trainer Krebietke nach der Partie.

Zufrieden war er, richtig glücklich wäre der Trainer aber gewesen, wenn auch der letzte Angriff den Weg ins Tor gefunden hätte.

Autor: Joshua Windelschmidt

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