271 Bundesliga-Spiele hat Inka Grings absolviert. Die Trainerin der Bundesliga-Frauen  des MSV Duisburg weiß genau, was in der Eliteklasse des deutschen Frauenfußballs gespielt wird.

MSV-Frauen

Fünf Fehler und ein Fehlstart

Felix zur Nieden
12. September 2016, 04:07 Uhr
Foto: Ketzer

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271 Bundesliga-Spiele hat Inka Grings absolviert. Die Trainerin der Bundesliga-Frauen des MSV Duisburg weiß genau, was in der Eliteklasse des deutschen Frauenfußballs gespielt wird.

Doch ihre Erfahrung hat sich noch nicht auf ihre Spielerinnen übertragen. Das musste die Trainer in schon nach sieben Minuten im zweiten Saisonspiel beim SC Freiburg schmerzlich feststellen, das mit 0:5 (0:2) verloren ging. Lena Petermann erzielte da bereits das 1:0 für den SCF, nur zwei Minuten später traf Lina Magull zum 2:0. „Das waren unnötige Tore nach unnötigen Fehlern. Da müssen wir cleverer spielen und den Ball vielleicht auch einfach mal ins Aus dreschen, um die Situation zu klären statt zu versuchen, uns spielerisch zu befreien“, ärgerte sich Grings über die Patzer.

Erst, als die Zebra-Frauen schon fast nichts mehr zu verlieren hatten, fanden sie besser in die Partie und erarbeiteten sich mehr Ballbesitz. „Wir waren am Drücker, bekommen aber genau in dieser Phase das dritte Gegentor“, so Grings. Von dem weiteren Nackenschlag erholten sich die Duisburgerinnen nicht mehr. Stattdessen setzte es noch das vierte und das fünfte Gegentor und Inka Grings fand dafür auch am zweiten Spieltag schon deutliche Worte, denn aus ihrer Sicht ging das Ergebnis „auch in der Höhe in Ordnung“.

Es sind vor allem die vielen Fehler, die Grings ihrer Mannschaft so nicht mehr durchgehen lassen will. „Die Spielerinnen müssen mehr lernen und sich in vielen Situationen besser verhalten. Es werden zu viele einfache Dinge falsch gemacht. Wir werden reagieren und umstellen“, kündigte die Trainerin an. In der Kabine sparte sie noch mit deutlichen Worten. „Das sollen die Spielerinnen direkt nach einer Partie erstmal selbst machen und untereinander die Fehler besprechen.“

Bei aller Kritik an der Leistung stellte Grings aber auch klar: „Freiburg ist keine von den Mannschaften in der Liga, mit der wir uns messen können. Wir sind Aufsteiger und müssen die Punkte gegen andere Teams holen.“

Für die Duisburger Spielerinnen kommt die Länderspielpause jetzt zum richtigen Zeitpunkt – um Fehler zu analysieren, im Training hart zu arbeiten und vielleicht auch, um ein bisschen etwas von der Erfahrung zu lernen, die ihre Trainerin in 271 Spielen gemacht hat.

Autor: Felix zur Nieden

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