Der Dämpfer, den die Oberligakicker des VfB Homberg beim 0:2 gegen Schonnebeck erhielten, saß tief.

Homberg

VfB will zurück in die Spur finden

Sven Kowalski
10. September 2016, 05:07 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Der Dämpfer, den die Oberligakicker des VfB Homberg beim 0:2 gegen Schonnebeck erhielten, saß tief.

Nicht genug gemacht zu haben, warfen sich Spieler wie Marcel Kalski oder Metin Kücükarslan vor, nicht so gekämpft zu haben, wie beim 4:3-Sieg am Uhlenkrug gegen den ETB. Jetzt geht der Blick aber wieder nach vorn. „Verstecken müssen wir uns vor niemandem. Wir wissen, dass wir es besser können. Und das müssen wir gegen Kapellen zeigen“, sagt Kücükarslan vor dem morgigen Duell beim SC Kapellen-Erft (15 Uhr, Erftstadion).

Stefan Janßen freut die selbstkritische Haltung seiner Kicker. „Alle Spieler sind sehr einsichtig, das ist ein guter Charakterzug“, sagt der Coach. „Zudem sind sie sehr lernwillig. Das alles sind Attribute, die uns Wochen für Woche voran treiben.“ Vor allem auf den Lerneffekt hofft der Trainer mit Blick auf das Spiel in Grevenbroich. „Wir haben unsere Lehren aus der letzten Niederlage gezogen“, sagt Janßen und spricht damit vor allem „die Nachlässigkeiten in unserer Abwehr“ an. Zwar ließ der VfB nur drei Chancen für Schonnebeck zu. „Doch bei den Toren waren wir zu nachlässig“, betont Janßen, auch wenn das 0:2 ein unglückliches Eigentor von Timo Welky war. „Aber mit mehr Konsequenz können wir den Ball schon vorher klären und die Situation vermeiden. Wir müssen an unserem eigenen 16er immer in voller Anspannung sein.“

Diese Nachlässigkeiten will der Coach abstellen und zugleich „offensiv etwas mehr variieren“, um wieder mehr Feuer in das zuletzt recht abgekühlte Angriffsspiel der Gelb-Schwarzen zu bekommen. Zuviel will Janßen nicht über seinen Matchplan verraten, der beim SC zum Erfolg führen soll. Personelle Änderungen sind aber erneut denkbar. „Alle Jungs sind sehr fleißig und ehrgeizig, da ist personell immer etwas möglich.“ Cengizhan Erbay ist indes, wie auch die übrigen Langzeitausfälle, noch keine Option. Aufgefüllt wird das Lazarett hingegen durch Daniel Schwarz, der sich in der Reserve versuchte und erneut verletzte. „Der Einsatz kam wohl noch zu früh“, bedauert Janßen den erneuten Ausfall, blickt mit dem vorhandenen Personal aber zuversichtlich auf das anstehende Duell in Grevenbroich. „Ich kenne Kapellen gut. Es ist immer ein sehr unbequemer Gegner. Erft ist nicht Schonnebeck, aber das ist eine gestandene Truppe die seit Jahren in der Oberliga etabliert ist, und wir werden wieder hochkonzentriert bis an unsere Grenzen gehen müssen. Wir fahren mit Demut und Respekt hin“, sagt Stefan Janßen, „aber ohne Angst und mit Mut.“

Autor: Sven Kowalski

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