Als sich Gökhan Gül am Dienstagmittag auf den Weg von Potsdam nach Bochum machte, da gingen unterschiedliche Gedanken durch seinen Kopf.

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Gökhan Gül in der neuen U19 zweimal über 90 Minuten

07. September 2016, 16:01 Uhr
Foto: firo

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Als sich Gökhan Gül am Dienstagmittag auf den Weg von Potsdam nach Bochum machte, da gingen unterschiedliche Gedanken durch seinen Kopf.

Zum einen die beiden ärgerlichen Niederlagen gegen den gleichaltrigen Nachwuchs aus Russland (0:1) und den Niederlanden (1:2), mit der die neu formierte U19-Nationalmannschaft in zwei Testspielen in die bevorstehenden Aufgaben gestartet waren. Schon im Oktober geht es in drei Länderspielen um die EM-Qualifikation, und der neue Coach Frank Kramer hätte sich ein vorzeigbareres Resultat gewünscht.

Gül: „Es waren zwei unnötige Niederlagen, aber schon gegen Holland am Montag zeigte die Kurve nach oben.“ Für den Bochumer Innenverteidiger war es dennoch ein gelungener Aufenthalt beim DFB-Team. Als einziger der insgesamt 26 nominierten Spieler durfte er jeweils 90 Minuten auf dem Platz stehen. Mit nunmehr fünf Spielen für den deutschen Nachwuchs ist er nach seiner Nachnominierung im Mai zum älteren Jahrgang, der just gegen die Niederlande die WM-Qualifikation schaffte, ohnehin der erfahrenste seines Teams.

Gefreut hat Gül, dass erstmals im Nationaldress sein Teamkollege Maxim Leitsch neben ihm verteidigte. Im ersten Spiel eine gute Stunde auf der linken Außenbahn, und gegen die Niederlande bildeten die beiden Bochumer die Innenverteidigung und unterstrichen damit nachhaltig, dass sie wohl das beste Innenverteidiger-Duo der A-Junioren-Bundesliga sind. Gül: „Diese beiden Spiele waren für mich wieder ein weiterer Schritt nach vorne. Jetzt hoffe ich, auch bald wieder mal einen Einsatz bei den Profis zu bekommen.“

Gut möglich, und wahrscheinlich ist auch, dass über kurz oder lang auch Görkem Saglam den Weg in die neue U19 findet. Spieler seiner Qualität – das bewiesen die beiden Testspiel-Niederlagen – werden sicher einen Platz finden.

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