Drei Tage lang gab es kein Mannschaftstraining beim VfL Bochum, doch diese Pause war zu kurz für zwei Stammspieler des Zweitligisten, um sprichwörtlich wieder auf die Beine zu kommen.

Bochum

VfL bangt um Celozzi und Hoogland

Ralf Ritter
06. September 2016, 20:07 Uhr
Foto: firo

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Drei Tage lang gab es kein Mannschaftstraining beim VfL Bochum, doch diese Pause war zu kurz für zwei Stammspieler des Zweitligisten, um sprichwörtlich wieder auf die Beine zu kommen.

Tim Hoogland, in dieser Saison der rechte Innenverteidiger neben Kapitän Felix Bastians, und Stefano Celozzi, der doch eigentlich unverletzbare Rechtsverteidiger mit den meisten Einsatzminuten aller VfL-Profis in der vergangenen Saison, fehlten beim Training am Nachmittag in der prallsten Sonne Bochums.

Celozzi hat sich laut Verein einen Muskelfaserriss zugezogen beim Testspiel in Köln am vergangenen Donnerstag. Sein Einsatz sei noch nicht ausgeschlossen, heißt es, erscheint aber doch fraglich. Schließlich steigt die Partie beim gut gestarteten Aufsteiger Kickers Würzburg (vier Punkte aus drei Partien) bereits am Freitag (18.30 Uhr).

Routinier plagt ein Infekt
Letzteres gilt auch für Hoogland: Der Routinier fehlt seit letzter Woche Mittwoch wegen eines Infekts. Sollte er auch heute passen müssen, wird er den Kräfteverschleiß wohl kaum noch aufholen können.

Damit drohen gleich zwei Spieler der bisher so stabilen Viererkette - das Pokalspiel mal ausgenommen - auszufallen. Und die ersten Alternativen für die Innenverteidigung kehren erst am Donnerstag, einen Tag vor dem Spiel, von ihren Länderspielreisen zurück. Der Österreicher Dominik Wydra dürfte noch die Nase vorn haben vor dem erst Mitte August verpflichteten Polen Pawel Dawidowicz, der gegen Hannover schon im Kader war. Morgen zurückerwartet wird Jungprofi Gökhan Gül, der ebenso wie Maxim Leitsch am Montagabend mit Deutschlands U19 1:2 gegen die Niederlande verlor. Gül, auch ein Innenverteidiger, spielte durch, Linksverteidiger Leitsch durfte eine Stunde ran.

Gyamerah erste Option auf rechts

Auf der rechten Abwehrseite ist Jan Gyamerah wohl die erste Option. Der 20-Jährige absolvierte nach auskurierten muskulären Problemen am Montag eine Sondereinheit mit den ebenfalls in Köln fehlenden Marco Stiepermann (Bluterguss) und Felix Bastians (Hüftprobleme). Alle drei konnten gestern zwei Einheiten bestreiten und sind bereit für die Würzburg-Partie.

Gyamerah hat ja den Anschluss wieder geschafft. In Karlsruhe überzeugte er über die rechte offensive Bahn, als Tom Weilandt ausgefallen war. Im Pokal, beim 3:4 in Walldorf, wurde er für Celozzi eingewechselt nach der Pause und zählte an diesem schwarzen Tag zumindest offensiv noch zu den Besseren beim VfL. Gegen Hannover, beim jüngsten 1:1, kam Gyamerah nicht zum Einsatz.

In der Offensive kann Verbeek aus dem Vollen schöpfen: Peniel Mlapa und Nils Quaschner, die sich in Köln mit ihren Treffern Selbstvertrauen holten, oder Johannes Wurtz, der gegen Hannover traf, könnten die Sturmspitze bilden. Sicherlich nicht zum Kader zählen wird Flügelstürmer Arvydas Novikovas. Der Litauer war nach sinem Nationalmannschafts-einsatz gestern wieder im Mannschaftstraining des VfL.

Getrennt haben sich unterdessen die Wege vom VfL Bochum und dem erst im Sommer als Stürmertrainer verpflichteten Romeo Wendler. Der Vertrag wurde „aus persönlichen Gründen“, so der Verein, aufgelöst. Cheftrainer Gertjan Verbeek spielt dabei keine Rolle, einen Streit gab es nicht.

Autor: Ralf Ritter

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