Während sich Team und Trainer des VfL Bochum auf das kurzfristige Ziel Würzburg fokussieren, ist der Verein in seiner langfristigen Planung große Schritte weitergekommen.

Bochum

VfL setzt auf seine Doppelspitze

Ralf Ritter
06. September 2016, 06:07 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Während sich Team und Trainer des VfL Bochum auf das kurzfristige Ziel Würzburg fokussieren, ist der Verein in seiner langfristigen Planung große Schritte weitergekommen.

So stehen die Verhandlungen über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit den Vorständen Christian Hochstätter und Wilken Engelbracht wohl kurz vor dem Abschluss. Öffentlich äußern will sich der Klub dazu zwar nicht. In der kommenden Woche aber könnte der VfL nach WAZ-Informationen Vollzug melden. Schon längst kein Geheimnis mehr ist, dass sowohl der VfL Bochum als auch die beiden Vorstände das „Projekt VfL“, wie sie es unisono gerne nennen, weiter gemeinsam vorantreiben wollen. Der Kontrakt von Christian Hochstätter gilt noch bis Sommer 2017 und soll ebenso wie der Vertrag von Wilken Engelbracht (bis 2018) um mehrere Jahre verlängert werden. Spekuliert wird über eine Dauer von vier Jahren, bestätigt wird das aber noch nicht. Bisher hatten beide Vorstände jeweils zweimal einen Zwei-Jahres-Vertrag erhalten. Der Verein drückt damit auch sein Vertrauen aus, das er in die Arbeit seiner Vorstände gewonnen hat.

Sportvorstand Hochstätter kam 2013 als Nachfolger von Jens Todt, Finanzvorstand Engelbracht löste ein Jahr später, im Sommer 2014, Ansgar Schwenken ab. Nach der Trennung von Trainer Peter Neururer im Winter 2014 verpflichtete Hochstätter zum Jahreswechsel Gertjan Verbeek als Chefcoach, der nach einigen Wochen der Bedenkzeit im vergangenen Winter seinen Vertrag verlängert hat um zwei Jahre bis Juni 2018. Wilken Engelbracht hat erst im Trainingslager in der Türkei Anfang Januar seinen neuen Vertrag bis 2018 signiert. Er wird also wohl bald zum zweiten Mal in nur einem Jahr seinen Vertrag verlängern.

Sportlich sorgte am Wochenende aus VfL-Sicht vor allem Arvydas Novikovas für Aufsehen. Denn er hat: gespielt. 90 Minuten plus Nachspielzeit. Novikovas zählte zum Nationalteam Litauens, das kurz vor dem Abpfiff noch das 2:2 (2:0) gegen Slowenien hinnehmen musste. Bochums Trainer Verbeek hatte vor der Abreise von Novikovas erklärt, dass er es für „verrückt“ halte, wenn der Flügelstürmer zum Einsatz käme. Beim VfL würde er noch zwei Monate Zeit benötigen.
Novikovas fehlte seit Ende April aus gesundheitlichen Gründen, wurde in der Sommerpause im Bereich des Herzens operiert und war erst vor kurzem wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Erfolgreich war Dominik Wydra. Der Innenverteidiger gewann mit Österreichs U21-Nationalmannschaft das EM-Qualifikationsspiel in Finnland mit 1:0. Wydra kam als Kapitän über die komplette Distanz zum Einsatz. Österreich liegt mit 18 Punkten hinter Deutschland (21) auf Rang zwei und trifft am heutigen Dienstag in Moskau auf Gastgeber Russland.

Die Nationalspieler werden überwiegend am morgigen Mittwoch zum Training zurückerwartet, das Gros der Profis steigt heute in die Vorbereitung auf das Spiel in Würzburg am Freitag ein. Noch fraglich ist, ob Stefano Celozzi mitwirken kann. Der Rechtsverteidiger klagt seit dem Testspiel in Köln (4:3) über muskuläre Probleme und ließ sich gestern behandeln.

Autor: Ralf Ritter

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