Der FSV Duisburg hat im dritten Meisterschaftsspiel den dritten Sieg eingefahren. Am frühen Nachmittag gewann die von Hasan Yildirim trainierte Mannschaft ihr Heimspiel gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenfünften BSV Oberhausen 66 mit 4:1. Kurioses und zugleich Spielentscheidendes hatte in einem kampfbetonten Match vor allem die 70. Spielminute zu bieten. Erst sah FSV-Akteur Cemal Kilic, der nicht im Spiel war und gerade im Begriff war sich aufzuwärmen, die Gelbe Karte, Sekunden später köpfte Fatih Yildirim zum vorentscheidenden 3:1 für sein Team ein.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 8: FSV Duisburg – BSV Oberhausen 66 (Ortstermin)

FSV siegt im Schlagerspiel

Moritz Rieckhoff
26. August 2007, 19:48 Uhr

Der FSV Duisburg hat im dritten Meisterschaftsspiel den dritten Sieg eingefahren. Am frühen Nachmittag gewann die von Hasan Yildirim trainierte Mannschaft ihr Heimspiel gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenfünften BSV Oberhausen 66 mit 4:1. Kurioses und zugleich Spielentscheidendes hatte in einem kampfbetonten Match vor allem die 70. Spielminute zu bieten. Erst sah FSV-Akteur Cemal Kilic, der nicht im Spiel war und gerade im Begriff war sich aufzuwärmen, die Gelbe Karte, Sekunden später köpfte Fatih Yildirim zum vorentscheidenden 3:1 für sein Team ein.[i]Ein Ortstermin[/i]

Doch der Reihe nach. Der für beide Teams mögliche Sprung an die "Pole Position" schien vor der Begegnung an der Warbruckstraße keinen der Verantwortlichen beider Vereine zu interessieren. So gab FSV-Coach Yildirim, dessen Team am vergangenen Spieltag beim 3:1 Auswärtssieg bei Wanheim 1900 überzeugen konnte, zu Protokoll: „Die Tabellenspitze interessiert uns zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Wir wollen guten Fußball spielen.“ BSV-Geschäftsführer Udo Offergeld äußerte sich fast identisch: „Uns interessieren nur die heutigen 90 Minuten. Wir wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen.“[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/213-4258_preview.jpeg Zeigte sich am Ende enttäuscht: 66-Geschäftsführer Udo Offergeld[/imgbox]

Dem Wunsch ihres „Chefs“ entsprechend legte der BSV dann auch los wie die Feuerwehr. Bereits nach zehn Zeigerumdrehungen ging der Gast aus Oberhausen mit 1:0 in Führung. Einem an ihm begangenen Foul im Strafraum ließ Marcel Hebisch einen sicher verwandelten Elfmeter folgen. Der FSV tat sich in der Folgezeit schwer und konnte die von Spielertrainer Jörg Lieg taktisch gut eingestellten 66er nur selten ernsthaft in Gefahr bringen. So dauerte es bis zur 39. Spielminute ehe Halit Emcan nach einer Kopfball-Stafette mit seinem Hinterkopftreffer in bester Uwe Seeler-Manier den viel umjubelten Ausgleich erzielte.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/214-4259_preview.jpeg Lieferten sich ein kampfbetontes Match: Der FSV Duisburg und der BSV Oberhausen 66[/imgbox]

Unschön wurde es dann nach zehn gespielten Minuten in Halbzeit zwei. Nach einem bitterbösen Foul von BSV-Spieler Marc Scotti an FSV-Toptorjäger Coskun Erbay sah der 28-jährige Verteidiger völlig zu Recht die Gelb-Rote Karte. Und der Gast bastelte weiter an der eigenen Niederlage. Einem eigentlich harmlosen 30 Meter-Freistoß, getreten von Fehmi Ucar, ließ Ballsport-Keeper Michael Sauerländer einen fulminanten Klops folgen. Die Kugel flog über den verdutzten Torsteher hinweg und schlug zur 2:1-Führung für den Gastgeber im Gehäuse des BSV ein.

Die Rot-Weißen, die bis zu diesem Zeitpunkt einen gleichwertigen Gegner darstellten, versuchten trotz des Rückstandes und der personellen Unterbesetzung weiter im Spiel zu bleiben, mussten sich aber spätestens nach dem 3:1 (70.) für die Duisburger endgültig geschlagen geben. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff ließ der in den letzten zwanzig Minuten befreit aufspielende Fusions-Klub (RevierSport berichtete ausführlich) in Person von Ümit Göncu noch den vierten Treffer folgen. So kam die Yildirim-Elf letztendlich zu einem Sieg der, da waren sich die Übungsleiter beider Mannschaften einig, um ein paar Tore zu hoch ausgefallen war.

Yildirim: „Der Sieg war verdient. Ich bin stolz auf mein Team. Dennoch ist der Sieg wohl etwas zu hoch ausgefallen.“ Trainerkollege Lieg zeigte sich enttäuscht und konstatierte: „Das war ein Beispiel dafür, wie man sich alles selbst kaputt machen kann. Eine unnötige Niederlage, die sicherlich nicht in dieser Deutlichkeit hätte zustande kommen dürfen.“[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/212-4257_preview.jpeg Ging mit seiner Elf leer aus: BSV-Linienchef Jörg Lieg[/imgbox]

„FSV- Überflieger“ Coskun Erbay, der in den ersten zwei Partien bereits vier Mal ins gegnerische Netz getroffen hatte, blieb trotz einiger guter Einschussmöglichkeiten (13./20./44./81.) ohne Torerfolg. Dennoch lobte Übungsleiter Yildirim seinen Torjäger: „Auch wenn Coskun heute nicht getroffen hat, bin ich mir sicher, dass wir an ihm noch viel Spaß haben werden. Es ist eine Augenweide, ihn spielen zu sehen.“

Den Spaß verderben kann der 25-jährige Angreifer am nächsten Wochenende dem TSV Bruckhausen. Bereits am Samstag reist der TSV, der nach dem heutigen 2:0-Auswärtssieg bei SuS Oberhausen 21 nun hinter dem kommenden Gegner auf dem zweiten Tabellenplatz rangiert, zum Derby beim Stadtteil-Nachbarn. Mehr als die heutigen 150 zahlenden Zuschauer sind dann garantiert.

Autor: Moritz Rieckhoff

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