Es gibt so Tage, da sollte man besser im Bett bleiben. Die Spieler der Spvgg-Sterkrade-Nord hätten das am Sonntag wohl besser gemacht, dann hätten sie auch nicht 0:4 verlieren können.

LL NR 2

Sterkrade-Nord mangelt es an Einsatzbereitschaft

Stefan Schweigert
05. September 2016, 05:47 Uhr
Foto: Herbert Höltgen

Foto: Herbert Höltgen

Es gibt so Tage, da sollte man besser im Bett bleiben. Die Spieler der Spvgg-Sterkrade-Nord hätten das am Sonntag wohl besser gemacht, dann hätten sie auch nicht 0:4 verlieren können.

Es gibt so Tage, da sollte man besser im Bett bleiben. Gestern war so einer. Zumindest aus Sicht der Spvgg. Sterkrade-Nord. Die Schmachtendorfer unterlagen zu Hause nach einer dürftigen Vorstellung Spitzenreiter SV Straelen deutlich mit 0:4 (0:1).

Das Team von Trainer Markus Kowalczyk ließ im Nordler-Park zu oft die Bereitschaft vermissen, die es braucht, um in der Landesliga bestehen zu können. Ganz anders dagegen der Auftritt der Grenzstädter. Straelen war über die komplette Distanz leichtfüßig unterwegs, spielte klare Bälle und traf oft die richtigen Entscheidungen. Nur versäumten es die Gäste, die Entscheidung schon in den ersten 45 Minuten herbeizuführen.

Während die Nordler in diesen nicht einen einzigen Abschluss zustande brachten, scheiterte David Kalokoh nach nicht einmal 80 Sekunden am klasse reagierenden Torhüter Christian Klingbeil. Im Anschluss einer raffinierten Freistoßvariante der Gäste wurde der Versuch von Jannis Pütz in höchster Not von der Linie gekratzt (11.). Ansonsten kamen die Schmachtendorfer meist einen Schritt zu spät oder waren wie in der 24. Minute gedanklich nicht auf der Höhe, als sie Fabio-Daniel Simoes Ribeiro völlig blank im Sechzehner gewähren ließen. Klingbeil verhinderte da erneut den Rückstand. Den setzte es dann dafür noch vor der Pause. Nord bekam den Ball nach einer Ecke nicht aus der Gefahrenzone geschlagen und Randy Grens bedankte sich für die Einladung artig mit dem 0:1 (42.).

Ein Prise Komödienstadl hielt der Beginn des zweiten Durchgangs parat. Michael Ohnesorge sollte den blassen Marcel Vogel ersetzen. Der Routinier erfuhr allerdings erst von seiner Einwechslung, als Schiri Samet Alpaydin schon wieder angepfiffen hatte. So kam es, wie es kommen musste. Straelen nutzte den schlimmen Fauxpas, den Kowalczyk hinterher anstandslos auf seine Kappe nahm, zum 0:2. Der mit Abstand beste Mann auf dem Feld, Thorsten Lippold, sandte problemlos ein. Vielleicht hätte der Lattentreffer von Manuel Ramanovic noch einmal für Aufbruchstimmung bei den Nordlern gesorgt (55.). Die blieb letztlich auch aus, weil die Gastgeber gute 25 Minuten in Unterzahl die Partie zu Ende bringen mussten. Ramanovic konnte wegen einer Schulterverletzung nicht mehr weiter machen, und Kowalczyk hatte zu diesem Zeitpunkt schon dreimal getauscht. Grens (72.) und Kalakoh (85.) machten Sack nach Kontern endgültig zu.

Autor: Stefan Schweigert

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