Peter Mohnhaupt sprach den Verantwortlichen des Fußball-A-Kreisligisten Post SV Solingen am Freitagabend ein dickes Lob aus.

MSV

Gedrückte Stimmung nach Fan-Ausschreitungen

Dirk Retzlaff
04. September 2016, 19:20 Uhr
Foto: Pascal Biedenweg

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Peter Mohnhaupt sprach den Verantwortlichen des Fußball-A-Kreisligisten Post SV Solingen am Freitagabend ein dickes Lob aus.

„Ich habe hier die beste Frikadelle des Jahres gegessen“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nach dem 7:0-Erfolg der Zebras im FVN-Pokal-Spiel in Solingen.

Im urigen Raum des Fördervereins der Solinger Jahnkampfbahn, in dem die Zeit irgendwo in den 70er-Jahren stehen geblieben ist, tauschten beide Seiten Nettigkeiten aus. Der MSV lud die Solinger zu einem Heimspiel ein, die Klingenstädter überreichten den Duisburgern als Dank für ihre Anwesenheit einen Zinnteller.

Trotzdem war die Stimmung gedrückt. Während drinnen noch die Pressekonferenz lief, versuchten draußen die Einsatzkräfte der Polizei für Sicherheit zu sorgen. Vor und vor allem nach dem Spiel war die Situation eskaliert. Menschen, die sich dem nicht mehr existierenden Verein Union Solingen verbunden fühlen – darunter auch Anhänger von Fortuna Düsseldorf – hatten es auf die MSV-Fans abgesehen. Die Polizei schritt – unter anderem mit Pfefferspray – ein, mittendrin waren unbeteiligte Erwachsene mit kleinen Kindern, die nur einen schönen Fußball-Abend verleben wollten. Ein Polizist erlitt eine Platzwunde an der Schläfe.

In der zweiten Pokalrunde spielt der MSV Duisburg beim Düsseldorfer Landesligisten Rather SV. Als Termin ist der Dienstag, 13. September, 19.30 Uhr, im Gespräch. Gerade ein Spiel in Düsseldorf stellt die Sicherheitskräfte vor hohe Anforderungen. Das Rather Waldstadion entspricht nicht den Sicherheitsbedingungen. Als einzige geeignete Spielstätte in Düsseldorf ist das Stadion am Flinger Broich eine Option.
Oder der MSV tauscht das Heimrecht und richtet das Spiel im PCC-Stadion oder gar in seiner Arena aus. Das würde indes die Idee des Wettbewerbs erneut ad absurdum führen.

Autor: Dirk Retzlaff

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