Mit dem Schlusspfiff erzielte der Lüner SV den Siegtreffer und holte sich damit drei Zähler gegen den DSC Wanne-Eickel. Der Aufsteiger mischt die Westfalenliga 2 ordentlich auf.

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Frust bei Wanne-Eickel - Lünen jubelt in Minute 93

Arthur Makiela
04. September 2016, 18:47 Uhr
Foto: Arthur Makiela

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Mit dem Schlusspfiff erzielte der Lüner SV den Siegtreffer und holte sich damit drei Zähler gegen den DSC Wanne-Eickel. Der Aufsteiger mischt die Westfalenliga 2 ordentlich auf.

Nach dem Abpfiff hüpften und jubelten die Spieler und Anhänger des LSV. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf der eingewechselte Fabian Pfennigstorf zum 2:1-Siegtreffer für den Aufsteiger. „Mit dem Sieg habe ich nicht mehr gerechnet“, gestand Co-Trainer Marcus Kuhlmann, der den im Urlaub weilenden Trainer Mario Plechaty vertrat: „Das war der helle Wahnsinn. Am Ende hatten wir wohl das Glück des Aufsteigers auf unserer Seite“.

In der ersten Hälfte kontrollierten die Lüner das Spiel und gingen durch Parnell Hegngi verdient in Führung (32.). „In der Phase, wo wir uns gefangen hatten, bekommen wir durch einen individuellen Fehler das Gegentor“, erklärte DSC-Coach Holger Flossbach. Erst in der zweiten Hälfte fand sein Team besser in die Partie und wurde mit dem Ausgleich durch Stephan Lorenzen belohnt (60.). „Mit Kampf haben wir gegen die technische starken Lüner dagegen gehalten."

In den letzten 20 Minuten entwickelte sich eine offene Partie. Nachdem Ersin Kusakci eine Großchance per Kopf aus fünf Meter in der Nachspielzeit vergab, war für Kuhlmann die Partie abgehakt. „Ich habe nicht mehr an einen Dreier geglaubt. Ich wäre mit dem Unentschieden gegen einen Titelaspiranten zufrieden gewesen." Wenn nicht noch Fabian Pfennigstorf den Lucky-Punch gesetzt hätte (90 + 3). Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel mischt der Aufsteiger die Liga auf. Doch der Ball wird weiterhin flach gehalten. Auf die Frage, ob der LSV ein neues Märchen schreibt, antwortet Kuhlmann gelassen: „Alles ist derzeit schön, doch wir müssen noch dran arbeiten, dass es ein Märchen wird“.

„Fehlstart ist perfekt“

Ganz anders die Gemütslage bei den Hausherren: Nach Spielende lagen einige DSC-Spieler auf dem Rasen. Durch die dritte Saisonniederlage steckt Wanne-Eickel tief im Tabellenkeller. „Die Niederlage ist wirklich total bitter“, rang Flossbach nach Worten. "Nach dem Kampf hätten die Jungs den Punkt verdient gehabt." Sogar ein Sieg wäre möglich gewesen, wenn die Schwarz-Gelben eine der Konterchancen konsequent zu Ende gespielt hätten.

„Der Fehlstart ist perfekt“, zeigte sich der DSC-Cheftrainer enttäuscht. Die Verletztenmisere wird als Grund für den katastrophalen Start angeführt. Selbst Co-Trainer Sebastian Sommer musste eingewechselt werden, da in der Partie zwei Spieler angeschlagen vom Platz mussten. Für Flossbach zählen nur die derzeitigen Fakten: „Der Tabelle ist es egal, ob wir viele Verletzte haben. Mit drei Punkten stehen wir im Keller."

Autor: Arthur Makiela

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