Starken Worten folgten starke Taten:

WL 2

Westfalia Herne brilliert beim Sieg in Iserlohn

Wolfgang Volmer
04. September 2016, 18:32 Uhr
Foto: Stefanie Albedyhl

Foto: Stefanie Albedyhl

Starken Worten folgten starke Taten:

Mit einer blitzsauberen Leistung zerlegte Westfalia Herne im Hemberg-Stadion den FC Iserlohn und in seine Einzelteile und behauptete mit dem vierten Sieg im vierten Spiel die Tabellenführung. Sollten die Herner diese Leistung regelmäßig abrufen können, dürften sie in der Westfalenliga schwer zu schlagen sein.

„Wir haben bombastisch performed gegen einen richtig starken Gegner, der am Ende unter den ersten Fünf einlaufen wird“, war auch Trainer Christian Knappmann begeistert. „Auf allen Positionen war das Extraklasse. Das hat super Spaß gemacht.“ Dass ihn Mitte der zweiten Hälfte an der Trainerbank zwei Polizistinnen vernahmen, blieb eine bizarre Randnotiz. Der Platzwart hatte wohl gegen die Herner Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet, weil die beim Warmmachen Flatterband entfernt und ein abgesperrtes Stück des sumpfigen Rasens bespielt hatten. Verrückt.

Was die Herner auf dem tiefen Boden dann fußballerisch zeigten, war für die sechste Liga Extraklasse. Sie schlugen ein irres Tempo an, setzten die Iserlohner mit hohem Pressing unter Druck und spielten nach Ballgewinn schnell und mit wenig Kontakten nach vorn. Dem zuzusehen, machte jedem Fußballfreund Spaß, insbesondere denen aus Herne.

Die mussten auch nicht lange warten, bevor sie das erste Tor bejubeln konnten. Wie schon gegen Lennestadt, führte eine im Training einstudierte, kurz gespielte Ecke zum 0:1, das Maurice Haar aus kurzer Distanz per Kopf erzielte. Auch das zweite Tor ging auf das Konto des Innenverteidigers, der nach einer vom groß aufspielenden Fatmir Ferati auf den ersten Pfosten gechippte Ecke aus dem Gewühl vollstreckte (37.).

Auch aus dem Spiel heraus hätten die Herner zuvor treffen können, aber Dejan Petrovic (21.) und Ferati (25.) scheiterten nach brillanten Spielzügen an FCI-Keeper Dreesen. Auf der Gegenseite musste der umsichtige Abwehrchef Maurice Kühn nur einmal in höchster Not klären (20.), mehr ließ Herne nicht zu.

Als Marko Onucka seine starke Leistung nach Maurice Temmes Vorarbeit mit einem Traumtor zum 3:0 krönte (50.), war Iserlohn geschlagen. Trotzdem blieb der SCW gallig und wurde, erneut nach einer Ecke, durch Justin Kleins 4:0 belohnt.

Autor: Wolfgang Volmer

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