Es ging nicht mehr zusammen: der Fußball-Bezirksligist FSV Gevelsberg und Trainer Sadat Dautovic.

FSV Gevelsberg

Trennung von Trainer Dautovic

Heinz-G. Lützenberger
01. September 2016, 22:22 Uhr
Foto: Klaus Pollkläsener

Foto: Klaus Pollkläsener

Es ging nicht mehr zusammen: der Fußball-Bezirksligist FSV Gevelsberg und Trainer Sadat Dautovic.

Am Abend hat Vorsitzender Michael Schmitz sowohl den restlichen Vorstand als auch die Mannschaften über die Trennung, eine einvernehmliche, informiert. Aus beruflichen Gründen habe der selbstständige Unternehmer Dautovic nicht mehr mit der nötigen Intensität einbringen können.

Vorläufig werden Torwart-Trainer Wolfgang Hamann sowie Patrick Kirschhofer, der lange Zeit der Co. der Bezirksliga-Truppe war und zuletzt die dritte Mannschaft der Kreisklasse C trainierte, die Regie an der Seitenlinie übernehmen – bereits zum kommenden Heimspiel gegen den VfL Schwerte. Es soll eine vorübergehende Lösung sein. Denn der FSV Gevelsberg „will in aller Ruhe nach einem geeigneten Nachfolger für Sadat Dautovic suchen und schließlich auch engagieren“, so Michael Schmitz.

Nach dem Spiel gegen Breckerfeld in der vorherigen Saison hat es einen Bruch gegeben, den wir nicht wirklich benennen können
Michael Schmitz

Saisonübergreifend hatte der FSV Gevelsberg die vergangenen elf Spiele nicht gewinnen können, lediglich drei Unentschieden – gegen VfB Westhofen, VfL Schwerte und SC Berchum-Garenfeld – standen zu Buche. „Nach dem Spiel gegen Breckerfeld in der vorherigen Saison hat es einen Bruch gegeben, den wir nicht wirklich benennen können“, so Schmitz. Am 13. März gab es den 2:0-Erfolg gegen die Hansestädter im Stefansbachtal, eine Woche später gar noch einen 3:1-Sieg in Langschede – das war’s aber dann schon. Und auch in der laufenden Saison sieht es schlecht aus: drei Spiele, drei Niederlagen gab es unter dem Inhaber der C-Lizenz.

Sadat Dautovic hatte Anfang Mai 2014 das Traineramt von Oliver Gottwald übernommen. Die Mannschaft hatte das Liga-Patent bereits verlängert, die Luft war raus, Dautovic erreichte nur noch einen Sieg, musste fünf Niederlagen einstecken. In der folgenden Saison 2014/2015 erreichte der FSV Gevelsberg in der Bezirksliga Platz neun mit 41 Punkten. „Für die abgelaufene Spielzeit hatten wir als Ziel einen einstelligen Platz und mindestens 40 Punkte ausgegeben“, so Michael Schmitz. Doch gerade der Abwärtstrend verhinderte das Erreichen dieser Vorgabe. Platz zehn und 33 Punkte bei acht Siegen, neun Unentschieden und elf Niederlagen sowie 34:46 Tore lautete die Bilanz.

Spätere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen

„Der Trainer (...) hat den Vorstand am Donnerstag um die Auflösung des Vertrages gebeten“, heißt es in der Mitteilung des FSV Gevelsberg. Und weiter: „Grund für die Niederlegung der Aufgaben ist die berufliche Einbindung in der eigenen Firma und die daraus resultierende fehlende Zeit, sich adäquat um die Truppe kümmern zu können.“ Und Michael Schmitz ergänzt: „Trainer und Verein trennen sich temporär und harmonisch, da man sich im Leben immer zweimal sieht.“ Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Da die persönliche Ebene zwischen allen Vorstandsmitgliedern und dem Übungsleiter stimmt und die Führungsmannschaft des Vereins von den sportlichen Fähigkeiten des Trainers überzeugt ist, steht unter besseren Umständen einer Zusammenarbeit zu einem späteren Zeitpunkt wohl nichts im Wege.“

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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