„Wenn man das Ergebnis liest, denkt man: Das war eine klare Sache. So war es aber nicht“, sagte Jürgen Luginger.

Schalke

Luginger sieht U23 auf einem guten Weg

Tim Lieverz
01. September 2016, 02:07 Uhr
Foto: Micha Korb

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„Wenn man das Ergebnis liest, denkt man: Das war eine klare Sache. So war es aber nicht“, sagte Jürgen Luginger.

Der Trainer der U23 des FC Schalke 04 sah, wie seine Mannschaft das Nachholspiel in der Regionalliga West bei Borussia Mönchengladbach mit 0:3 verlor. Aber: „Insgesamt war es ausgeglichen, wir waren auf keinen Fall drei Tore schlechter“, sagte Luginger. Seine Mannschaft zeigte eine ansprechende Leistung, der 0:0-Halbzeitstand war durchaus gerechtfertigt. Schalke spielte gut mit, allerdings fehlte der entscheidende Pass, um die Borussia in Verlegenheit zu bringen.

Das ist auch das, was der Schalker Cheftrainer bei seiner Mannschaft bisher noch vermisst. „Wir müssen nach vorne einfach noch gefährlicher werden“, sagt Luginger: „Dafür ist unser Verhalten im Defensivbereich schon ganz gut. Generell sind wir zum jetzigen Zeitpunkt auch schon ein Stück weiter als in den letzten Jahren“, sagt Luginger, der auch mit den Neuzugängen sehr zufrieden ist. Kurz vor dem Spiel in Mönchengladbach stieß noch jemand dazu, der für einige Verwirrung sorgte: Filip Faletar. Der offensive Mittelfeldspieler stand in der Startelf der Königsblauen, von einem Transfer war bis dahin aber nichts zu hören. „Er trainiert seit zwei Wochen bei uns mit, hat aber erst kurzfristig seine Spielberechtigung erhalten“, klärt Luginger auf.
Dafür, dass er mit den Auftritten seiner Mannschaft bisher zufrieden ist, stehen Luginger mit sieben Punkten allerdings noch zu wenig Zähler auf der Habenseite. „Mit der Punkteausbeute bin ich nicht zufrieden. Uns fehlen vor allem die Punkte aus den Spielen gegen Oberhausen und Köln, in denen wir kurz vor Schluss Gegentreffer kassiert haben“, sagt Luginger: „Zwar wussten wir, dass wir wieder vor einem Neuanfang und somit einem Lernprozess stehen, aber ärgerlich ist das natürlich trotzdem“.
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Ärgerlich ist auch das Ergebnis des Nachholspiels in Mönchengladbach. In der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber Druck. Und gerade, als die Königsblauen das Spiel wieder beruhigt hatten, ging die Borussia in Führung. Mike Feigenspan schloss einen Gladbacher Konter zum 1:0 ab (51.). Die Schalker zeigten sich jedoch unbeeindruckt von dem Rückstand. „Wir haben Druck gemacht und hatten auch mehr Spielanteile“, sagte Jürgen Luginger. Doch die Königsblauen machten zu wenig daraus, die größte Chance vergab Tobias Pachonik. Stattdessen legte Gladbach nach. Schalkes Torwart Sascha Algermissen rutschte unglücklich aus und Mike Feigenspan musste den Ball nur noch über die Linie drücken (83.). Kurz vor Schluss vollendete dann erneut Feigenspan einen Konter der Borussia zum 3:0 (88.). „Letztendlich war Gladbach nicht besser, sondern einfach effektiver“, sagte Luginger. Um drei Tore, um genau zu sein.

Autor: Tim Lieverz

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