Vor wenigen Wochen regte sich TuS-(Spieler-)Trainer Olaf May via RS noch über die Rote Karte wegen Meckers auf, die sich sein  Libero Bagdad Ballout eingefangen hatte. Nun hat es den Coach selbst erwischt. Gegen den Lüner SV kassierte der 39-Jährige schon nach 14 Minuten die Ampelkarte, nachdem er sich zuvor auf eine kleine Diskussion mit Schiedsrichter Thorsten Derbort eingelassen hatte.

Hordel: Erinnerungen an Schiri-Persönlichkeiten

May macht den Ballout

md
25. August 2007, 18:58 Uhr

Vor wenigen Wochen regte sich TuS-(Spieler-)Trainer Olaf May via RS noch über die Rote Karte wegen Meckers auf, die sich sein Libero Bagdad Ballout eingefangen hatte. Nun hat es den Coach selbst erwischt. Gegen den Lüner SV kassierte der 39-Jährige schon nach 14 Minuten die Ampelkarte, nachdem er sich zuvor auf eine kleine Diskussion mit Schiedsrichter Thorsten Derbort eingelassen hatte. "Ich habe nur gefragt, 'warum nicht mal unser Kapitän Frank Schiel zu Wort kommen darf, ohne gleich Gelb zu bekommen?'

Doch dafür hab ich mir selbst eine abgeholt", schildert May immer noch spürbar aufgeregt, wie er sich den ersten Karton eingefing. Doch das ließ er nicht auf sich sitzen: "Ich meinte zum Unparteiischen, dass er sich damit selbst unter Druck setzen würde, denn beim nächsten Foul müsse er mich ja schließlich vom Feld schicken." Doch dazu hatte May gar keine Gelegenheit mehr. "Der Mann in schwarz verzog keine Miene, fasste sich in die Hosentasche und erwiderte staubtrocken, dass er mich sofort zum Duschen schicken würde. Da bin ich aus allen Wolken gefallen", seufzt der "Abräumer" verzweifelt. Deutlich kleinlauter schiebt er noch hinterher: “Ich hab ihn einen Vogel genannt. Das sollte mir natürlich nicht passieren."

So war die Partie für den ehemaligen Regionalliga-Kicker schneller beendet als ihm lieb sein konnte. Voller Wehmut erinnert er sich an die "gute, alte Zeit", als Schiedsrichter-Persönlichkeiten wie Helmut Krug die Spiele leiteten: "Ich habe mich damals bei ihm über eine offensichtliche Fehlentscheidung beschwert, woraufhin er nur konterte, ich hätte vor wenigen Minuten ja auch einen katastrophalen Fehlpass gespielt. Was hätte ich da noch sagen sollen?"

Nichts, genau wie gegen den LSV, dann hätte es den Platzverweis wohl auch nicht gegeben. So sieht das auch seinen Lüner Trainer-Kollege Mark Börderling, der folgenden Tipp parat hält: "Gut, er hat vielleicht ein wenig kleinlich gepfiffen, aber wir haben einfach den Mund gehalten und das hat geholfen."

Autor: md

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