Schlagerbarbe Heino haben Gladbachs Fans spätestens seit Mittwochabend wieder musikalisch ins Herz geschlossen.

Champions League

Gladbacher Gala gegen Bern

Michael Ryberg
24. August 2016, 22:37 Uhr
Foto: firo

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Schlagerbarbe Heino haben Gladbachs Fans spätestens seit Mittwochabend wieder musikalisch ins Herz geschlossen.

Dessen Ohrwurm “Blau blüht der Enzian” aus dem EM-Titeljahr 1972 textete die Anhängerschar im Borussia-Park freudetrunken in “Auf, auf, auf in die Champions League” um. Wie schon im Vorjahr. Der Grund war triftig: Beim souveränen 6:1 (3:0) über die Young Boys Bern ließen die Schützlinge von Trainer André Schubert nach dem 3:1-Hinspielsieg nicht den Hauch eines Zweifels am Erreichen der Gruppenphase aufkommen.

Das schwarze Dress mit grünen Querstreifchen und Rückennummern für die Königklasse feierte obendrein einen glänzenden Einstand. Klar, dass die Sonderkluft über die sechs Vorrundenspiele hinaus getragen werden soll. Die Auslosung steigt am Donnerstag um 18 Uhr in Monaco. Die Borussia-Kugel wird dann allerdings wieder in Topf 4 der vermeintlich schwächsten Teams liegen. Ein ähnlich schwerer Dreierpack wie im Vorjahr ist möglich. Da waren Manchester City, FC Sevilla und Juventus Turin eine zu hohe Hürde.

Die Young Boys Bern entpuppten sich gestern Abend ohne den verletzten Franzosen Guillaume Hourau im Angriff höchstens als Sparringspartner. Borussia spielte konzentriert, war im Vorwärtsgang schlicht zu flink und zu dominant für den Schweizer Vizemeister. Cheftrainer André Schubert hatte im Vergleich zum Treffen in Wankdorf auf beiden Außenpositionen reagiert: Fabian Johnson für Oscar Wendt auf der linken, Patrick Herrmann für Ibrahima Traoré auf der rechten Seite sorgten sogleich für Schwung. Im Verbund mit dem Offensiv-Trio mit Raffael, Thorgan Hazard und Kapitän Lars Stindl trieben die Borussen die Berner Abwehr in schlichte Verzweiflung.

Hazards Führung nach nur neun Spielminuten war eine Augenweide über fünf Stationen: Ball erkämpft von Kramer am eigenen Strafraum, über Elvedi per Steilpass zu Herrmann, der per Flachflanke zu Raffael, und der Brasilianer mit einem Aufleger zum blank platzierten Torschützen.

Fünf Minuten zuvor hatte Raffael den rechten Pfosten getroffen. Das Visier stellte der Torjäger noch vor der Pause genauer ein. Rochats Fehler vor dem YB-Strafraum nutzte der 31-jährige ehemalige Züricher trocken und humorlos zum 2:0. Als die Gäste in Halbzeit eins immer noch keine Torchance herausgespielt hatten, fiel noch das 3:0: Hazard auf Stindl auf Raffael. Damit erhöhte der Angreifer aus Fortaleza seine Torausbeute gegen die Schweizer auf vier Treffer.

Halbzeit zwei fiel in die Kategorie Trainingsspiel. Berner Glanz gab’s allenfalls von deren Fans in Form von Pyrotechnik. Eine royale Packung a la Real Madrid (letzte Saison ein 8:0 über Malmö) war für YB möglich. Doch Borussia machte es gnädig: Hazard erzielte noch seinen zweiten, Raffael seinen dritten Treffer des Abends.

Autor: Michael Ryberg

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