„Die Rückennummer Sieben gehört nicht Cristiano Ronaldo, sondern Timo Wnuk.“

Torjägerpokal

52 Volltreffer - Wnuk bricht alle Rekorde

Viviane Harkort
24. August 2016, 09:24 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

„Die Rückennummer Sieben gehört nicht Cristiano Ronaldo, sondern Timo Wnuk.“

Timo Wnuk sagt das, und man ahnt: Der Mann ist selbstbewusst. Er grinst und krempelt sein Hemd hoch, auf seinem Unterarm ist eine große Sieben tätowiert.

Mit den gleichen Armen hält der WAZ-Torschützenkönig 2015/16 kurz darauf stolz seine Trophäe. Auf die hat er lange gewartet, erzählt der Stürmer des Bezirksliga-Aufsteigers SV Phönix Bochum. Zwei Mal wurde ihm der Pokal schon vor der Nase weg geschnappt. Mit seinem größten Konkurrenten Daniel Heider war er schon öfter mal unterwegs. Doch dieses Jahr wollte er nichts mehr dem Zufall überlassen: Mit seinen 52 Toren hat der Stürmer alle Rekorde geknackt – den des SV Phönix Bochum, den der WAZ-Torjäger-Kanone und seinen persönlichen.

Daher hat Timo Wnuk nun allen Grund zu feiern, was er gehörig auskosten will. Das Preisgeld von 500 Euro teilt er mit seiner Mannschaft und dem Verein. „Die 250 Euro hauen wir komplett auf den Kopf“, verspricht Wnuk.

Seine 52 Tore hat Timo Wnuk mit beiden Füßen erzielt, allerdings keines mit dem Kopf. „Ein paar Treffer habe ich auch alleine geschossen, aber die meisten mit Unterstützung der Mannschaft“, so der Angreifer, der viel von seinen Kollegen hält und dies immer wieder betont. Zu Recht, schließlich ist der SV Phönix im dritten Versuch endlich in die Bezirksliga aufgestiegen. Auch sein Sturmpartner Andre Seifert war in der Kreisliga 2015/16 in Höchstform. „Uns konnte keiner aufhalten.“

Viele Torvorlagen kamen von Daniel, Timo Wnuks jüngerem Bruder. Auch ihn trägt er immer bei sich – verewigt auf dem Bizeps. Das Tattoo zeigt Daniel – wie soll es auch anders sein – mit einem Fußball unter dem Arm.

Bei RWE mit Özil am Ball

Schon immer drehte sich in der Familie Wnuk alles um den Ball. Timo kickt, seitdem er drei Jahre alt ist und hat bereits an der Seite von Mesut Özil bei RW Essen gespielt. Er gesteht: „Ich kann überhaupt nicht verlieren.“ Aus diesem Grund kann er sich auch durchaus vorstellen, dass die Ziele des Aufsteigers Phönix höher sind als nur das Erreichen des Klassenerhalts.

Der Sturm hat in der letzten Saison viele Verteidiger der Kreisliga A1 das Fürchten gelehrt. Ganze 171 Tore hat Phönix erzielt, fast ein Drittel geht auf das Konto des WAZ-Torjäger-Königs. Nicht nur er selbst ist „megastolz“, dass es endlich geklappt hat. Besonders die älteren Anhänger des SV Phönix Bochum freuen sich mit ihm und warten schon auf die große Party.

Auch in der Bezirksliga visiert der 26-Jährige die Torjägerkrone an. „Aber das wird schwieriger.“ Konkurrent Heider hat ebenfalls durchblicken lassen, alles daran zu setzen, das gute Stück wieder mit nach Hause zu nehmen. Bis dahin steht der schicke Pokal aus Glas aber über Timo Wnuks Fernseher – immer im Blick.

Autor: Viviane Harkort

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