14 Minuten lang durfte der VfB Speldorf am Sonntagnachmittag davon träumen, nach dem dritten Spieltag Tabellenführer der Fußball-Landesliga zu sein.

VfB Speldorf

14 Minuten Tabellenführer

Marcel Dronia
22. August 2016, 03:07 Uhr
Foto: Christoph Wojtyczka

Foto: Christoph Wojtyczka

14 Minuten lang durfte der VfB Speldorf am Sonntagnachmittag davon träumen, nach dem dritten Spieltag Tabellenführer der Fußball-Landesliga zu sein.

Im Heimspiel gegen die U23 von Rot-Weiß Oberhausen mussten sich die Mülheimer letzten Endes aber mit einem für die Gäste schmeichelhaften 2:2 (1:1)-Unentschieden zufrieden geben.

Obwohl die Mülheimer damit in allen vier Pflichtspielen dieser Saison ohne Niederlage bleiben, musste Trainer Christian Mikolajczak seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff ein Stück weit aufbauen. Denn in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber vor 300 Zuschauern dem Sieg näher. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir den Deckel drauf gemacht hätten“, meinte der Coach und ergänzte: „Man sieht aber, zu was die Jungs in der Lage sind, wenn sie an ihre Grenzen gehen.“
Von Beginn an war sichtbar, dass die Speldorfer Lust hatten, die Spitze der Landesliga zu erklimmen. Schon nach zehn Minuten hätte Janis Timm sie in Führung bringen können. Doch er verpasste knapp das lange Eck.

Die Reserve von RWO machte unter den Augen ihres Ex-Trainers Mike Terranova, der mittlerweile zum Regionalliga-Coach befördert wurde, erstmals in der 25. Minute bei einem völlig harmlosen Weitschuss auf sich aufmerksam. Eine Minute später saß aber der zweite Versuch. Aus dem Nichts traf Boran Sezen zum 0:1. Fünf Minuten später hatte sich der VfB von diesem Schock offenbar erholt: Rahman Isshak traf zum Ausgleich.

Steigerung nach der Pause

Der zweite Durchgang wurde vom Niveau her deutlich besser als der erste. Zunächst hatten die Speldorfer Glück, als Oberhausens Marvin Lorch die gesamte Abwehr ausspielte, dann aber knapp am langen Pfosten vorbeischoss.

In der 54. Minute hatte Michael Andres eine Riesenchance zur Führung für den VfB, auch Linksverteidiger Harun Can tauchte in der Offensive auf und hätte die Hausherren in Führung bringen können (69.).
Eine Minute später rollte der Angriff über die andere Seite, wo Alassane Ouédraogo den Ball von rechts quer vor das Tor spielte. Am langen Pfosten kam Janis Timm im Rutschen an den Ball und beförderte ihn zum 2:1 über die Linie. RWO-Keeper Nurullah Can hechtete zwar noch zum Ball, doch auch ohne Torlinientechnik entschied Schiedsrichter Lukas Luthe aus Essen auf Tor.

„Wir wollten Nadelstiche setzen und das ist uns auch gelungen“, freute sich Trainer Christian Mikolajczak hinterher. „Wir haben wirklich gut gegen den Ball gearbeitet und uns dadurch immer wieder Chancen erspielt.“ Umso überraschender fiel in der 84. Minute der Ausgleich. Nach einem Angriff über die rechte Seite stand Justin Walker am hinteren Pfosten völlig frei. „RWO ist eben noch viel abgezockter als wir aber wir sind auf dem richtigen Weg“, befand Trainer Christian Mikolajczak nach dem Schlusspfiff.

Autor: Marcel Dronia

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