Der MSV Duisburg musste sich in der ersten Runde des DFB-Pokals dem Zweitligisten Union Berlin erst nach Verlängerung mit 1:2 (0:0/1:1) geschlagen geben.

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Gurkentor knockt Zebras im DFB-Pokal aus

21. August 2016, 18:03 Uhr
Foto: firo

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Der MSV Duisburg musste sich in der ersten Runde des DFB-Pokals dem Zweitligisten Union Berlin erst nach Verlängerung mit 1:2 (0:0/1:1) geschlagen geben.

Nach dem ordentlichen Start in die neue Spielzeit gingen die Zebras selbstbewusst in den Pokal-Fight. MSV-Coach Ilia Gruev gab seinen Schützlingen vor dem Anpfiff mit auf dem Weg, sich nicht zu verstecken. Dieses Vorhaben sah man den Zebras in der Folge auch deutlich an - denn sie begannen druckvoll. Bereits nach zwei Minuten hatte [person=2865]Kingsley Onuegbu[/person], der nach seinem Doppelpack beim 4:0-Sieg gegen Mainz II erneut in der Startelf stand, die erste große Chance: Den Kopfball des Nigerianers konnte Union-Keeper [person=32282]Jakob Busk[/person] aber mit einer tollen Flugeinlage entschärfen. Den Eisernen steckte zu Beginn der Partie wohl noch der mäßige Saisonstart in den Knochen, denn der Drittligist bestimmte weiterhin die Begegnung.

Wieder war es Onuegbu, der eine Hereingabe von [person=2943]Nico Klotz[/person] nur um Haaresbreite verpasste. Wenig später musste Busk wieder eingreifen: Dieses Mal lenkte der Däne einen Freistoß von [person=6029]Fabian Schnellhardt[/person] über die Latte. Nach weiteren guten Gelegenheiten durch [person=1699]Thomas Bröker[/person] und Schnellhardt dann fast der Schock für die Zebras: [person=22630]Christopher Trimmels[/person] verunglückte Flanke segelte gefährlich in Richtung des Duisburger Kastens, [person=5850]Mark Flekken[/person] stand zu weit vor dem Tor und konnte den Ball im letzten Moment spektakulär an die Latte lenken.

Auf Grund der schlechten Chancen-Ausbeute ging es mit dem 0:0 in die Pause - durchaus glücklich für die Hauptstädter. In dieser schien der ehemalige S04-Trainer Jens Keller aber nicht die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn der MSV dominierte weiterhin die Partie. Nach 55 Minuten setzte [person=2106]Andreas Wiegel[/person] eine Flanke von Klotz per Kopf nur Millimeter am Pfosten vorbei. Wenn die 14.209 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena den Zebras einen Vorwurf machen konnten, dann den der nachlässigen Chancen-Verwertung.

Und es kam wie es kommen musste: Die Eisernen nutzten die erste Unsicherheit in der MSV-Defensive gnadenlos aus. Eine Flanke konnte [person=11994]Damir Kreilach[/person] auf [person=2701]Collin Quaner[/person] quer legen und dieser musste nur noch den Fuß hin halten (62). Wer aber dachte, Duisburg reagiere geschockt, der wurde eines Besseren belehrt. Der MSV machte weiter Druck und belohnte sich bereits fünf Minuten später mit dem Ausgleich. Wiegel düpierte über Außen sehenswert [person=4103]Toni Leistner[/person] und fand den in der Mitte postierten [person=5475]Stanislav Iljutcenko[/person]. Der Russe zog nach innen und netzte unhaltbar ein.

In der Folge ließen es beide Teams ruhiger angehen. Kurz vor Schluss hatte MSV-Keeper Flekken, nach einem wuchtigen Kopfball von [person=2942]Sören Brandy[/person], aber noch einen überragenden Reflex zu bieten, der die Zebras in die Verlängerung rettete. Den Rückstand konnte in der 95. Minute aber auch der holländische Torhüter nicht verhindern. Erst parierte Flekken stark gegen [person=11996]Eroll Zejnullahu[/person], der Abpraller landete allerdings bei [person=2620]Steven Skrzybski[/person]. Schnellhardt eilte heran und kam vor dem Akteur der Eisernen an den Ball - schlug diesen allerdings auch unhaltbar ins Tor der Zebras.

Von diesem Gegentreffer erholte sich der MSV nicht mehr. Das Eigentor von Fabian Schnellhardt glich einem Knock-Out. Eine Minute vor Schluss hatte Simon Brandstetter dann doch noch die riesige Möglichkeit die Meidericher ins Elfmeterschießen zu retten. Am Ende scheiterten die Zebras aber an der Chancen-Verwertung. Der MSV Duisburg fliegt somit nach einem tollen Kampf, als überlegene Mannschaft, unverdient mit 1:2 nach Verlängerung gegen Union Berlin aus dem DFB-Pokal.

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