Gegen die Reserve von Borussia Dortmund hatte Aufsteiger TSG Sprockhövel zu keinem Zeitpunkt eine Chance auf Punkte. Der Spitzenreiter gewann verdient mit 4:0.

RL West

Dortmund II ohne Probleme gegen Sprockhövel

Nico Jung
20. August 2016, 19:56 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Gegen die Reserve von Borussia Dortmund hatte Aufsteiger TSG Sprockhövel zu keinem Zeitpunkt eine Chance auf Punkte. Der Spitzenreiter gewann verdient mit 4:0.

Immerhin 3000 Zuschauer hatten den Weg ins Ischeland Stadion in Hagen gefunden. Die Reserve der Dortmunder war aber keinesfalls bereit, Gastgeschenke zu verteilen. Der Tabellenführer war für den Aufsteiger mindestens eine Nummer zu groß.

Früh stand die Richtung fest, die das Spiel nehmen sollte. Denn in der achten und der zehnten Minute gelang den Gästen gleich ein Doppelschlag durch Massih Wassey und Michael Eberwein. Bereits in der 20. Minute zeigte dann Hamadi Al Ghaddioui wieder, warum er vom Ligarivalen SC Verl geholt worden war und erzielte mit dem 3:0 die Entscheidung. Es sah danach aus, als würde es auf eine hohe Klatsche für die TSG hinauslaufen, aber die Borussia kam nicht mehr über das 4:0 in der 56. Minute, abermals durch Al Ghaddioui, hinaus. Der Stürmer hat nun in den ersten fünf Spielen für seine neue Mannschaft bereits sieben Mal getroffen.

Nach fünf Spielen steht die Dortmunder U23 mit 13 Punkten an der Spitze der Regionalliga West. Dennoch will Trainer Daniel Farke den guten Saisonstart nicht überbewerten: "Wir sind extrem zufrieden und haben schon zum dritten Mal zu Null gespielt. Dass es ein Topstart ist, können wir nicht wegdiskutieren, aber eine Saison ist eher ein Marathonlauf, als ein 100-Meter-Sprint und beim Marathon werden nach sechs Kilometern auch noch keine Preise verteilt." Trotzdem sprach er seiner Mannschaft ein großes Lob aus, weil sie sich so schnell gefunden hat: "Das funktioniert nur, wenn du Spieler hast, die sich auf das, was du mit ihnen machst, total einlassen. Sie glauben an die Vorgaben und setzen sie um, weshalb das wieder wie aus einem Guss aussah. Doch Qualität zeigt sich immer erst über längere Zeit. Es wird die Aufgabe sein, diesen Weg weiter zu gehen."

Sein Gegenüber Andrius Balaika sah das Spiel seiner Mannschaft nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt: "So ein Spiel kann man auch verlieren. Das Positive war, dass wir uns in der zweiten Hälfte nicht abschießen lließen und kompakt standen. Es war ein schönes Spiel in einem schönen Stadion vor einer tollen Kulisse."

Autor: Nico Jung

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