Beim ersten Heimspiel des Aufsteigers ist Patrick Rudolph im Urlaub, sein Ersatzmann Julian Hellmich hat sich verletzt. Die Lösung? Offen!

SC Hassel

Das Mittelfeld-Problem

Ralf Birkhan
20. August 2016, 13:37 Uhr
Foto: Tim Müller

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Beim ersten Heimspiel des Aufsteigers ist Patrick Rudolph im Urlaub, sein Ersatzmann Julian Hellmich hat sich verletzt. Die Lösung? Offen!

So richtig wissen sie beim SC Hassel noch gar nicht, was sie am Sonntag erwartet. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Oberliga wird dann nämlich um 15 Uhr das erste Heimspiel der Saison gegen den ASC 09 Dortmund angepfiffen. Wie viele Zuschauer werden kommen? „Ich weiß es gar nicht“, sagt Trainer Thomas Falkowski.

Er wünscht sich: „Hoffentlich mehr als in der vergangenen Saison in der Westfalenliga.“ Aber die Zuschauerränge sind im Moment nicht seine größte Baustelle. Falkowskis Thema ist die Mannschaft, die er nach der 2:3-Auftaktniederlage beim TSV Marl-Hüls wieder aufrichten musste.
Eine Stunde lang hatte der Aufsteiger beim TSV blendend ausgesehen und sogar 2:0 geführt, dann flog die Ordnung auseinander, und die Niederlage nahm ihren Lauf. „Als Trainer wirst du bei sowas an der Seitenlinie verrückt“, sagt Falkowski. Zu machen ist in solchen Chaos-Minuten wenig.
Umso mehr hat sich der Coach in dieser Woche mit dem Thema beschäftigt. „Die Mannschaft muss daraus lernen“, so Falkowski. Was? „Dass sie nicht nur 60 Minuten voll bei der Sache ist und dann glaubt: läuft schon. Falsch! Wir müssen 90 Minuten voll konzentriert durchziehen. Wir sind in der Oberliga angekommen, dort können alle Fußball spielen, und jeder Fehler hat üble Folgen.“

"In der Oberliga hat jeder Fehler üble Folgen."
Thomas Falkowski

Von der Einstellung soll sich also einiges ändern in den Köpfen der Spieler, was sich mit Sicherheit ändern wird ist die Anfangsformation. Mittelfeldspieler Patrick Rudolph, beim Saisonauftakt eine der zentralen Säulen in der Mannschaft, ist im Urlaub. Kein Problem, dachte Falkowski, denn er hatte als Ersatz Julian Hellmich eingeplant.

Doch daraus wird nichts. Hellmich klagt über Rückenprobleme und kann am Sonntag nicht spielen. Nun will der Trainer noch einmal darüber schlafen, wie er seine Mannschaft zum ersten Heimspiel auf den Rasenplatz am Lüttinghof schicken wird. „Vielleicht ändern wir sogar unser Spielsystem, ich weiß es selbst noch gar nicht“, sagt er. Auch seine Spieler werden es erst am Sonntag vor dem Aufwärmen erfahren. „Dann gibt es die letzte Besprechung in der Kabine, und erst dann hören die Jungs, wer denn nun in der Startformation stehen wird.“

Die Gäste aus Dortmund sind eine erfahrene Mannschaft, die vor allem in der Offensive mit schnellen Leuten für Unruhe sorgen und das Spiel auch über ihre Außenspieler gefährlich machen können. Bei den Flanken lauert dann Tim Schwarz auf den Ball. „Ein gefährlicher Mann, der immer für ein Tor gut ist“, sagt Falkowski über den Mannschaftskapitän der Dortmunder.
Deshalb wird der Trainer neben der Aufstellung am Sonntag vor dem Spiel in der Kabine auch eine zweite Sache nochmals ansprechen: 90 Minuten konzentriert sein! „Und dann“, sagt Falkowski, „dann geht es raus zum ersten Heimspiel in der Oberliga.“

Autor: Ralf Birkhan

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