Schalkes Manager Christian Heidel bleibt dabei: In dieser Woche wollen die Königsblauen Vollzug vermelden. Mindestens ein Spieler wird noch kommen.

FC Schalke 04

Stambouli bleibt bei S04 ein Thema

18. August 2016, 13:31 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Manager Christian Heidel bleibt dabei: In dieser Woche wollen die Königsblauen Vollzug vermelden. Mindestens ein Spieler wird noch kommen.

Christian Heidel hat sich selbst unter Druck gesetzt. Am Sonntagabend war er nach dem abschließenden Testspiel gegen Athletic Bilbao vor die Mikrofone getreten und kündigte Personalentscheidungen an. Die Bekanntgabe von Neuverpflichtungen sollte noch in dieser Woche erfolgen. Vor allem die Fans des Bundesligisten FC Schalke 04 warten seitdem gespannt darauf, was passiert. Oder passiert nichts?

Bis Donnerstagmorgen konnte ein Transfer noch nicht verkündet werden. Muss Schalkes Sportvorstand am Ende zurückrudern und die Deadline noch mal verschieben? „Ich bin immer noch guten Mutes, dass ich meine selbst gesetzte Frist einhalten kann“, sagte Heidel am Mittwochnachmittag auf Nachfrage dieser Zeitung zuversichtlich.

Für die Offensive wird ein Ersatz für Leroy Sané gesucht. Ein Allrounder mit Geschwindigkeit, der auf der Außenbahn für Gefahr sorgt. Einer wie Munir El Haddadi? „Namen kommentiere ich nicht und Wasserstandsmeldungen gebe ich nicht ab“, antwortet Heidel gebetsmühlenartig.

Ausstiegsklausel bei 60 Millionen

El Haddadi ist Schalke 04 über einen Berater angeboten worden. Dass es zu einer Einigung mit dem Arbeitgeber des 20-Jährigen kommt, darf aber angezweifelt werden. Denn bei diesem Verein handelt es sich um keinen geringeren als den FC Barcelona. Der spanische Weltklub hat mit dem Rechtsaußen noch einiges vor. Nach der Ausbildung in den eigenen Nachwuchsteams rückte der Spanier mit marokkanischen Wurzeln vor einem Jahr in der Profikader auf. Vor genau einem Monat verlängerte Barca den Vertrag mit dem U-Nationalspieler bis 2019 – und fixierte die Ablösesumme bei astronomischen 60 Millionen Euro.

Wenn überhaupt, könnte Schalke El Haddadi also nur ausleihen. Doch auch das scheint unwahrscheinlich: Munir – unter diesem Namen ist er bekannt – hat in 43 Pflichtspielen für Barcelonas Profis 20 Scorerpunkte markiert (10 Tore, 10 Vorlagen). Ein Spieler solcher Güte ist für Schalke schwer zu bekommen. Auch wenn Raúl – und mit Abstrichen Embolo – das Gegenteil zu beweisen scheinen.

Stambouli als Dauerthema auf Schalke

Da passt Benjamin Stambouli schon besser ins königsblaue Konzept. Kein Name wurde in dieser langen Sommerpause in Gelsenkirchen häufiger geraunt als der des 26 Jahre alten Franzosen. Stambouli könnte tatsächlich die vakante Sechser-Position einnehmen, denn das Interesse der Schalker an dem Mittelfeldmann von Paris St. Germain besteht weiterhin.

Erst am Dienstag war Heidel in die französische Hauptstadt geflogen, um weitere Verhandlungsgespräche mit Stamboulis Berater zu führen. Eine Einigung ist wie immer eine Frage des Preises. Marktwert von Stambouli: sieben Millionen Euro.

Sicher ist: Heidel ist nicht bereit, auch nur 100 000 Euro mehr für einen Spieler auszugeben, als er für angemessen hält. Lieber überzieht er sein persönliches Transferfenster, als zu teuer einzukaufen. Und die Aufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den FC 08 Villingen (Samstag, 15.30 Uhr) dürfte auch ohne Verstärkungen zu bewältigen sein. Im Freiburger Stadion geht es gegen einen Sechstligisten.

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