Die Sportfreunde Niederwenigern müssen zu Saisonbeginn gleich richtig ran.

Niederwenigern

Sportfreunde planen den zweiten Streich

Heiner Wilms
17. August 2016, 05:07 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Die Sportfreunde Niederwenigern müssen zu Saisonbeginn gleich richtig ran.

Denn im Fußballverband Niederrhein steht in der Landesliga eine englische Woche an. Niederwenigern hat am Mittwoch ein Heimspiel gegen SF Königshardt. Die Partie wird um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Burgaltendorfer Straße angepfiffen.

Die ersten Spiele sind immer ganz wichtig. Halt deshalb, weil sie die Richtung für den weiteren Saisonverlauf vorgeben und weil sie auch die Stimmung im Kader prägen. Denn die ist natürlich auch von den Ergebnissen abhängig.

In der vergangenen Saison kamen die Wennischen nur ganz schlecht aus den Startlöchern. Von den ersten zehn Spielen wurden acht verloren. In den folgenden Monaten war in Niederwenigern dann Abstiegskampf angesagt.

Diesmal soll es anders kommen. Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref hatte ja schon in der Spielzeit 2015/2016 gesagt, dass er sich endlich einmal eine Saison wünsche, in der nicht bis zum Schluss gezittert werden müsse. Aktuell sieht es auch nicht schlecht aus, denn Niederwenigern ist mit einem 3:1-Sieg gegen den TuS Essen-West gut in die Saison gestartet und hat den Kader vor der Saison auch sinnvoll ergänzt.

Zwar sind mit Marius Müller, der schon in der Winterpause zum FC Kray wechselte, und Sidney Rast, der jetzt das Trikot der SG Welper überstreift, zwei Leistungsträger gegangen, doch auf der anderen Seite hat Niederwenigern auch starke Spieler an sich gebunden. Die prominentesten sind sicherlich Ex-Profi Hendrik Gulden, der seinen Platz im zentralen Mittelfeld gefunden hat, Stürmer Florian Machtemes sowie Defensivspieler Frederick Gipper. Mach­temes kehrte bekanntlich vom ETB Schwarz-Weiß Essen zurück und brachte Gipper gleich mit.

„Man kann unsere Zu- und Abgänge gar nicht miteinander vergleichen“, sagt Jürgen Margref. „Das sind ganz andere Spielertypen. Aber ich denke schon, dass wir in der Breite jetzt besser aufgestellt sind. Und schön ist natürlich auch, dass Fabian Lümmer immer besser wird.“ Lümmer hatte nach Kreuzbandriss und Meniskusverletzung schon einige Zeit gebraucht, um wieder zu seiner unbekümmerten Spielweise zurückzufinden.

Die Stimmung ist also gut in Niederwenigern, allerdings hält der Trainer den Ball dann doch lieber flach. Denn dass im Umfeld schon nach ganz oben geschaut wird, ist ihm ein bisschen suspekt. „Da wollen wir die Kirche doch einmal im Dorf lassen“, sagt Margref.

Im Spiel gegen Königshardt sind die Sportfreunde Niederwenigern nicht komplett. So müssen die beiden Urlauber Marius Lünemann und Florian Machtemes ersetzt werden. Das sind ohne Frage zwei wichtige Spieler, doch im Kader gibt es ja inzwischen Alternativen.

Bei Königshardt handelt es sich um einen Aufsteiger, der in der Bezirksliga mit zehn Punkten Vorsprung Meister wurde. Und so rechnet Jürgen Margref damit, dass die Königshardter noch ein bisschen von der Euphorie getragen werden. Aber Niederwenigerns Trainer erinnert sich auch noch an den August 2014. Da ging es auf dem Platz an der Burgaltendorfer Straße zu Saisonbeginn im Heimspiel ebenfalls gegen Königshardt. Nach einer emotionalen Partie hieß es am Ende 4:3 für Niederwenigern. Und im Dorf hätte mit Sicherheit niemand etwas dagegen, wenn es diesmal genau so käme.

Autor: Heiner Wilms

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