Der TSV Heimaterde hat während seines Platzumbaus nur Auswärtsspiele. Danach soll die vergangene Saison in Vergessenheit geraten und ein Platz im oberen Mittelfeld erreicht werden.

TSV Heimaterde

Saisonstart mit Hindernissen

16. August 2016, 06:37 Uhr

Der TSV Heimaterde hat während seines Platzumbaus nur Auswärtsspiele. Danach soll die vergangene Saison in Vergessenheit geraten und ein Platz im oberen Mittelfeld erreicht werden.

Die vergangene Saison soll beim TSV Heimaterde so schnell wie möglich in Vergessenheit geraten. So eine Spielzeit, in der sie für kurze Zeit plötzlich im Abstiegskampf der Kreisliga A steckten, möchten die Fußballer vom Finkenkamp nicht noch einmal erleben. Trainer Ralf Zils traut seiner Mannschaft einen Platz im oberen Mittelfeld der Tabelle zu.

„Dazu müssen wir aber mal einen guten Start erwischen, damit wir früh Selbstvertrauen sammeln können“, sagt Zils. Der Saisonbeginn wird aber davon beeinflusst, dass am Finkenkamp noch der neue Kunstrasenplatz gebaut wird. Zils geht davon aus, dass Mitte September dort gespielt werden kann. Bis dahin werden die Mülheimer versuchen, mit den Gegnern das Heimrecht zu tauschen und das jeweilige Heimspiel stattdessen in der Rückrunde auszutragen. Aktuell sieht es danach aus, als würden die Mülheimer mit sieben Auswärtsbegegnungen starten, ehe am 9. Oktober im Duell gegen den SC Croatia erstmals zu Hause gespielt wird.

Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann sollten wir im oberen Mittelfeld landen.
Ralf Zils

Außer Marcel Büttgen, der sich in der neuen Saison beim Bezirksligisten MSV 07 versuchen wird, hat der TSV keine Abgänge zu verzeichnen. Tim Sonnenschein wird nach seinem Kreuzbandriss aber noch die gesamte Hinrunde ausfallen. Auch Stjepan Ilicic (Verletzung) und Raphael Sikora (Urlaub) haben Großteile der Vorbereitung verpasst.

Dafür kann Ralf Zils auf vier neue Spieler zurückgreifen. Die größten Chancen auf einen Platz in der Stammelf hat Eduardo Pol Villarrubia, allerdings kann der Spanier berufsbedingt nur eingeschränkt trainieren. Aus Syrien hat Jalal Nammoura den Weg zur Heimaterde geschafft. Zils beschreibt den Neuzugang als „unheimlichen Kämpfer, der aber noch Vieles im taktischen Bereich lernen muss.“ Aus der eigenen Jugend haben Tim Brolat und Leon Sommerfeld den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Der Coach freut sich, dass er in jedem Jahr auf Verstärkungen aus dem eigenen Nachwuchs zurückgreifen kann. Die neue A-Jugend spielt in der Leistungsklasse. „Da sind einige talentierte Jungs dabei“, freut sich Zils bereits auf die Zukunft.

„Wir kriegen zu viele Tore rein“

Aktuell ist die Schwäche seiner Mannschaft vor allem die Abwehrarbeit. „Wir kriegen einfach zu viele Tore rein“, ärgert sich der Coach, der mit seinem Team in der Vorbereitung vor allem an der Defensive gearbeitet hat. „Tore machen wir eigentlich immer“, sagt Ralf Zils. Er verrät zudem, dass seine Mannschaft lieber den Gegner das Spiel machen lässt und dann auf Konter lauert.

Er erhofft sich in der neuen Spielzeit eine größere Konstanz. „Beim Sparkassen-Cup waren nach dem 3:0 gegen den MSV 07 alle schon euphorisch, ich auch, und dann kam direkt wieder so ein schlechtes Spiel gegen Heißen.“ Der Coach hätte es viel lieber, wenn seine Mannschaft auch mal eine Serie startet. Dass der TSV so etwas drauf hat, bewies er in der Vorsaison. Nachdem die Mülheimer kurzzeitig in Abstiegsgefahr geraten waren, folgten sieben Spiele ohne Niederlage. Damit kletterte man noch auf den zehnten Platz.

Geschlossenheit als Stärke

Die Stärke des TSV soll auch 2016/2017 die mannschaftliche Geschlossenheit sein. Viele Spieler sind schon seit Jahren beim TSV aktiv. Pierre Werminghaus, Jan und Robert Steinberg, Adam Kozicki sowie Marcel und Benjamin Lange bilden das Gerüst der Mannschaft. Sie sind die Führungsspieler in der Mülheimer Mannschaft.

„Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann ist das Team gut genug, um im oberen Mittelfeld zu landen“, sagt Ralf Zils. Der Heimaterde-Trainer ergänzt: „Wir wollen einfach besser sein als in der letzten Saison.“

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